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Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag
© picture-alliance/dpa
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Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag

Weil der Frauenanteil unter den Abgeordneten des Bayerischen Landtags seit 2008 von 31,6 Prozent (über 28,3 Prozent im Jahr 2013) auf nur noch 26,8 Prozent (2018) gesunken ist, fordern SPD und Grüne jetzt Gesetzesänderungen. Ziel sind 50 Prozent Frauen im Maximilianeum.

Grüne fordern auch bei Direktkandidaten 50 Prozent Frauen

Während der SPD-Antrag darauf abzielt, die Wahlkreislisten abwechselnd mit Frauen und Männern zu besetzen, fordern die Grünen Parität auch bei den Direktkandidaten.

"Wir müssen unbedingt auch das Thema Stimmkreisabgeordneten angehen. Da gibt es sehr hohe Männerdominanz und wir wollen, dass auch dort die Hälfte der Macht und der Mitbestimmungsmöglichkeit den Frauen gehört. Wir schlagen deshalb vor, die Stimmkreisanzahl auf die Hälfte zu reduzieren und in jedem Stimmkreis Duos aus Männern und Frauen zu wählen." Eva Lettenbauer, Frauenpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen

CSU will Frauenanteil nicht über Zwang anheben

Petra Guttenberger, CSU-Frau und Vorsitzende des Rechtsausschusses, lehnt eine Gesetzesänderung ab. Sie halte dies für keine gute Idee, da sie Gegner von starren Quoten sei. "Ich bin aber dafür, sehr viel mehr Frauen in den Landtag zu bringen", ergänzt die CSU-Politikerin. Zunächst müssten aber mehr Frauen in die CSU eintreten.

Auch Freie Wähler, AfD und FDP lehnen gesetzliche Quoten für mehr Frauen im Parlament ab.