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Bodenmais im Bayerischen Wald

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    "Nur" rund 20 Prozent weniger Gästeübernachtungen in Bodenmais

    Die bekannte Bayerwaldgemeinde Bodenmais hat das Coronajahr 2020 mit einem Übernachtungsminus von rund 20 Prozent abgeschlossen. Der Sommer habe manches abgefangen. Für die Gesamtregion rechnet die Branche jedoch mit einem deutlich höheren Minus.

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    Von
    • Renate Roßberger
    • BR24 Redaktion

    Die Bayerwaldgemeinde Bodenmais, einer der bekanntesten Urlaubsorte der Region, hat das Coronajahr 2020 mit einem Übernachtungsminus von rund 20 Prozent abgeschlossen. Tourismuschef Marco Felgenhauer verbucht das aber noch als Erfolg.

    Sommermonate federn Verluste etwas ab

    Man habe "nur" 20,75 Prozent Rückgang, also relativ wenig vor dem Hintergrund, dass die Tourismusbetriebe fast 5 Monate lang wegen des ersten Lockdowns im Frühjahr und des zweiten ab November geschlossen waren. Diese Ausfallzeiten wurden durch mehr Gäste in den Monaten Juli, August und September abgefedert, in denen der Ort teils ausgebucht war. Dabei konnte, so Marco Felgenhauer, auch sehr junges Publikum erreicht werden. Außerdem habe Corona den Trend zu Urlaub zuhause verstärkt, auch vor dem Hintergrund der Klimadiskussion. Generell wurden das Draußensein der Outdoorurlaub und das Wandern immer beliebter. Bei den Gästeankünften habe es in Bodenmais im Coronajahr ein Minus von gut 23 Prozent gegeben: statt fast 172.000 Gästen wie im Jahr 2019 kamen rund 131.000. Die Übernachtungen sanken von über 800.000 Übernachtungen im Jahr 2019 auf knapp 636.000 im Jahr 2020. Der Ort hat rund 5600 Gästebetten und rund 3600 Einwohner.

    Jahresbilanz für Gesamtregion erst im Februar

    Für den gesamten Bayerischen Wald gibt es noch keine Abschlußstatistik für das Coronajahr. Der Tourismusverband Ostbayern hat bisher nur die Zahlen bis November 2020. Daraus ergibt sich für den Bayerischen Wald ein Übernachtungsminus von fast 27 Prozent und von 33 Prozent weniger Gästen. Der Tourismusverband rechnet mit einem noch höheren Minus, wenn man den Dezember noch dazurechnet. Die endgültigen Zahlen dazu hat man aber erst im Februar. Der Einbruch für die Gesamtregion ist deshalb höher, weil hier auch die Jugendherbergen, Berghütten und andere Gemeinschaftsunterkünfte zu Buche schlagen, die wegen der Coronaauflagen höhere Ausfälle hatten. Einziger Gewinner: die Campingplätze im Bayerischen Wald hatten im Coronajahr ein Plus von 11 Prozent.

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