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Nürnbergs Bewerbung zur Kulturhauptstadt ab jetzt digital | BR24

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In der zweiten Bewerbungsrunde zur Kulturhauptstadt muss die Stadt Nürnberg die Jury auf digitalem Weg überzeugen. Der für den Oktober geplante Besuch wurde wegen Corona abgesagt.

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Nürnbergs Bewerbung zur Kulturhauptstadt ab jetzt digital

Wegen Corona wird die zweite Bewerbungsrunde zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 digital stattfinden. Das heißt: Die Juroren werden Nürnberg nicht persönlich besuchen und das Konzept muss in kurzer Zeit digital adaptiert werden.

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Von
  • Anja Bühling

Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den Jurybesuch als auch die finale Präsentation im Wettbewerb um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 digital stattfinden zu lassen, stellt die Stadt Nürnberg mit ihrer Bewerbung vor neue Herausforderungen. Wie der Pressesprecher des Bewerbungsbüros Andreas Kist auf Anfrage des BR mitteilt, hat die Stadt Nürnberg nun die Aufgabe ihr Konzept, die beteiligten Institutionen und Akteure als auch die Stadt selbst den Jurymitgliedern per Videokonferenz vorzustellen.

Digitales Nürnberger Konzept und Stadtgefühl

Diese Präsentation soll in drei siebzigminütige Blöcke aufgeteilt sein, in denen auch Fragen und Rückfragen gestellt werden. Der persönliche Eindruck, den sich Jury-Mitglieder bei ihrem geplanten Besuch am 23. Oktober von der Stadt und dem Konzept hätten machen sollen, soll nun durch Filme, aufgezeichnete Interviews und Bilder, durch Live-Schalten und Zuspieler erweckt werden. Für die Umsetzung dieser Aufgabe hat die Stadt zwei Monate Zeit. Dazu muss sie nun sozusagen ein neues Drehbuch schreiben, das Konzept neu adaptieren und die entsprechende Technik bereitstellen, so Kist.

Entscheidung am 28. Oktober

Die finale Präsentation der Bewerbung am 27. Oktober soll komplett als Livestream mit anschließender Videodiskussionsrunde ablaufen. Diese Wettbewerbsbeiträge werden nicht öffentlich übertragen. Am 28. Oktober wird dann entschieden, welche der fünf deutschen Bewerber – Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg oder Nürnberg – den Titel erhält.

Chancengleichheit und Planungssicherheit als Ziel

Grund für die Entscheidung der Kultusministerkonferenz und der Kulturstiftung der Länder, den Jurybesuch digital vorzunehmen, sei das vorrangige Ziel, „bei der weiteren Vorbereitung und Durchführung der zweiten Wettbewerbsrunde Planungssicherheit und Chancengleichheit für alle Bewerberstädte zu gewährleisten“, heißt es in einem Schreiben an die Stadt. Außerdem müsse das Anliegen in Zeiten der Corona-Pandemie "der größtmögliche Gesundheitsschutz für alle nationalen wie europäischen Akteure sein."

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