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NürnbergMesse rechnet mit drastischem Umsatzeinbruch | BR24

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Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Nürnberg Messe Group? Die beiden Geschäftsführer Dr. Roland Fleck und Peter Ottmann blicken in der Pressekonferenz auf das Geschäftsjahr 2019.

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NürnbergMesse rechnet mit drastischem Umsatzeinbruch

Die NürnbergMesse eilte in den vergangenen Jahren von einem Rekord zum nächsten. Durch die Corona-Krise sind in diesem Jahr aber allein in Nürnberg 23 Veranstaltungen ausgefallen. Und die Prognose ist düster.

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Das vergangene Jahr beendete die NürnbergMesse mit einem Rekordumsatz von 285,7 Millionen Euro und eigentlich sollte in diesem Jahr ein Umsatz von 350 Millionen Euro erreicht werden. Doch die Corona-Krise verhagelte der Messe die Bilanz, das steht bereits zur Jahresmitte fest.

Die "Freizeit Touristik und Garten" Ende Februar war die letzte Publikumsmesse vor dem coronabedingten Lockdown. Schon die internationale Waffenmesse IWA OutdoorClassics ein paar Tage später musste kurzfristig abgesagt werden. Seitdem liegt das Messegeschäft am Boden, während die NürnbergMesse trotzdem Ausgaben hat.

Jede(r) Zweite ist in Kurzarbeit

Eines stellte Roland Fleck, einer der beiden Geschäftsführer, zu Beginn der Bilanzpressekonferenz klar: Die NürnbergMesse ist nicht in ihrer Existenz bedroht, die Finanzierung ist gesichert. Gleichwohl seien alle nicht notwendigen Investitionen abgesagt oder verschoben worden, etwa der Baubeginn für das neue Kongresszentrum "NCC Süd". Außerdem befindet sich derzeit die Hälfte der etwa 600 Nürnberger Beschäftigten in Kurzarbeit.

Drastischer Umsatzeinbruch erwartet

Inzwischen läuft das Geschäft zaghaft wieder an. In der vergangenen Woche fand die Medizintechnikmesse "MedTecLIVE" statt – erstmals rein virtuell. Tausende Teilnehmer verfolgten Diskussionen im Livestream statt auf einem Podium, in einer Messehalle und konnten in Chats direkt miteinander ins Gespräch kommen.

Ein Wort, das bei der Bilanzpressekonferenz immer wieder fällt, ist "hybrid". Künftig sollen Messen teilweise im Internet und teils mit Besuchern stattfinden, entsprechende Planungen laufen bereits. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die NürnbergMesse nur noch mit einem Umsatz von 100 Millionen Euro statt der ursprünglich erwarteten 350 Millionen Euro. Die NürnbergMesse beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an elf Standorten weltweit.

Consumenta soll stattfinden

Obwohl die NürnbergMesse nur die Vermieterin der bekannten Verbrauchermesse Consumenta ist, arbeiten die Verantwortlichen eng mit den Organisatoren der Consumenta zusammen. Nach derzeitigem Stand soll die Messe im Herbst stattfinden, wenngleich mit Abstandsgebot und Maskenpflicht. Nur für direkte Beratungsgespräche an den Ständen oder zum Verkosten der Produkte dürfen die Besucher die Maske abnehmen. Und: Nach Möglichkeit sollen die Besucher ihre Karten online kaufen und dabei gleich den Besuchstag angeben. So können die Veranstalter nachvollziehen, wer sich wann in den Messehallen aufgehalten hat.

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