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Nürnberger Zollhof – Brutkasten für innovative Start-ups | BR24

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Gründerzentrum Zollhof in Nürnberg will alle zusammenbringen: Start-ups, Investoren und Unternehmer

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Nürnberger Zollhof – Brutkasten für innovative Start-ups

Das Gründerzentrum Zollhof in Nürnberg fördert Start-ups und vernetzt die jungen Gründer mit Investoren und regionalen Unternehmen. So sollen die Start-ups besser am Markt bestehen – und auch durch die Corona-Krise kommen.

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Der Zollhof nimmt Start-ups sechs Monate lang an die Hand - in der Zeit erhalten die jungen Gründer Hilfe, um ihre Ideen zu entwickeln, diese an den Markt zu bringen und sich mit Geldgebern zu vernetzen. Auch nach dem Programm können die Start-ups weiter auf das Netzwerk des Zollhofs zugreifen und günstige Büroflächen anmieten.

Erfolgreiches Start-up-Programm

Das Konzept habe Erfolg: "75 Prozent der Start-ups, die wir in den vergangenen vier Jahren begleitet haben, existieren und arbeiten an ihren Produkten", sagt Christian Shuster von der Geschäftsleitung des Zollhofs. Damit Gründer erfolgreich sind, brauche es eine längerfristige Zusammenarbeit und Unterstützung, ist er sicher.

"Schockmoment": Lockdown

Die Corona-Krise ist auch an den Start-ups des Zollhofs nicht spurlos vorbeigegangen. Kunden halten sich mit Aufträgen zurück. Wichtige Messen, bei denen sich die jungen Gründer präsentieren wollten, sind in diesem Jahr ausgefallen.

Die Krise traf auch das Start-up Vitas zunächst hart. Die jungen Gründer hatten einen Sprachassistenten basierend auf künstlicher Intelligenz entwickelt, der Tischreservierungen für Restaurants am Telefon entgegennimmt. Nur wenige Wochen nachdem sie ihr Produkt den ersten Kunden verkauft hatten, mussten die Restaurants schließen. "Das war ein Schockmoment", sagt Gründer Thomas Abend.

Krise als Chance

Die jungen Gründer mussten umdenken. Sie entwickelten einen Corona-Assistenten, den nun die Kassenärztliche Bundesvereinigung einsetzt. Seit Anfang April beantwortet der Sprachassistent Standardanfragen rund um Corona, um so die Telefonhotlines zu entlasten. Schon mehr als 15.000 Anrufe hat der Sprachassistent entgegengenommen, wie Abend berichtet.

Start-up-Szene wächst

Nicht alle Start-ups können so schnell auf die Krise reagieren. Einige Gründer aus dem Zollhof mussten auch auf Hilfspakete zurückgreifen, sagt Anne Christin Braun, die eng mit den Unternehmen zusammenarbeitet: "Aber nichtsdestotrotz sind die meisten unserer Start-ups glimpflich davongekommen", so Braun.

Und die Start-up-Szene in der Region wächst weiter. Längst ist nicht mehr genügend Platz im Gründerzentrum. "Jeder Platz ist vermietet, dabei gibt es noch mehr Start-ups, die wir fördern wollen", sagt Braun. Nun zieht das Gründerzentrum um. Mitte Oktober werden die neuen Räume feierlich eröffnet.

Zahlreiche Gründerzentren in ganz Bayern

Das Gründerzentrum Zollhof geht auf eine Initiative der Staatsregierung zurück. In jedem Regierungsbezirk in Bayern entstanden mehrere derartige Zentren. Der Zollhof in Nürnberg eröffnete 2017. Seitdem hat das Gründerzentrum 50 Start-ups gefördert, in die Geldgeber über die Zeit rund 15 Millionen Euro investierten. Derzeit läuft die nächste Bewerbungsphase für junge Gründer, die das Start-up-Programm im Zollhof durchlaufen wollen.

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Der "Zollhof" in Nürnberg ist dafür bekannt, dass dort junge, kreative Unternehmer StartUps gründen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind sie auf Unterstützung in verschiedenen Bereichen angewiesen.

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