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Nürnberger Zeppelintribüne in Regenbogenfarben bemalt | BR24

© BR/Maximilian Albrecht

Unbekannte haben am Tag, an dem die Kulturhauptstadt-Jury ihre Wahl verkündet, die Zeppelintribüne bunt bemalt.

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Nürnberger Zeppelintribüne in Regenbogenfarben bemalt

Unbekannte haben die Zeppelintribüne in Nürnberg bunt angemalt – womöglich ein Beitrag zur Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt? Das ungewöhnliche Kunstwerk konnte die Jury jedenfalls nicht umstimmen, und jetzt ermittelt auch noch die Polizei.

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Von
  • Karin Goeckel
  • BR24 Redaktion

Die Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Regenbogenfarben – dieses ungewöhnliche Bild machte am Bewerbungsmorgen in den Sozialen Medien die Runde. Peter Punz, Lehrbeauftragter bei der Akademie Faber-Castell, nannte es "das schönste und authentischste Kunstwerk" für die Bewerbung. Es sei eine eigene Idee, "selbst gedacht und selbstgemacht" und "die perfekte Entweihung dieses Ortes". Gleichzeitig kritisierte er die Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt 2025 als "persönliche Kärwa der Kulturbürgermeisterin".

Künstlergruppe "Das Werk" bekennt sich, die Polizei ermittelt

Wer hinter der Aktion steckt, ist derzeit noch unbekannt. Die Künstlergruppe "Das Werk" hat sich dazu bekannt und will damit auch ein Zeichen gegen Homophobie und Fremdenhass setzen. Wer für die bunten Längsstreifen verantwortlich ist, sei noch unbekannt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Das Liegenschaftsamt der Stadt habe die illegale Bemalung gegen Mittag angezeigt. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Nürnbergs Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU) sagte dazu, die Auseinandersetzung mit dem Erbe der NS-Zeit mit Mitteln der Kunst sei ein zentrales Anliegen. "Temporäre künstlerische Interventionen sind deshalb zu begrüßen. Sie bedürfen jedoch der Absprache und müssen mit dem Denkmalschutz vereinbar sein", so Lehner.

Seit Jahren Diskussion über Umgang mit NS-Bauten in Nürnberg

In Nürnberg gibt es seit Jahren Diskussionen über den Umgang mit den NS-Bauten auf dem Zeppelinfeld, auf dem früher unter anderem die Wehrmacht während der Reichsparteitage vor den Ehrengästen auf der Haupttribüne aufmarschierte. Während etwa der Verein "Baulust" den Verfall des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes befürwortet, hat die Stadt Nürnberg die Sanierung beschlossen, um es als Lernort der Geschichte für nachfolgende Generationen zu erhalten. Bund und Freistaat unterstützen das Sanierungsvorhaben.

© BR/Maximilian Albrecht

Wer hat die Zeppelintribüne in Nürnberg bunt angemalt?

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Die Farbrollen liegen noch im Gras.

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Die Zeppelintribüne in Regenbogenfarben - war es ein Beitrag zur Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt?

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Die Künstlergruppe "Das Werk" bekennt sich dazu. Wer dahinter steckt, ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt.

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Die Künstlergruppe teilt im Internet mit, dass die Regenbogenfarben ein Zeichen gegen Homophobie und Fremdenhass setzen sollen.

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