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Nürnberger Wärmesstube muss Zugang begrenzen | BR24

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Wärmestube Nürnberg begrenzt Zugang

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Nürnberger Wärmesstube muss Zugang begrenzen

Ab heute (23.09.19) muss die Wärmestube von Caritas und Stadtmission Nürnberg den Zugang für Hilfsbedürftige begrenzen. Nachdem die Zahl der Hilfesuchenden permanent gestiegen sei, seien die Grenzen des Machbaren nun erreicht.

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Weil zu viele Hilfesuchende in die Nürnberger Wärmestube drängen, wird ab heute (23.09.2019) der Zugang begrenzt. Das teilten die Verantwortlichen von Caritas und Stadtmission Nürnberg mit.

Nur einmal am Tag für jeden Zugang

Maximal 70 Personen werden zu den Öffnungszeiten gleichzeitig in die Einrichtung gelassen. Zudem darf jeder Hilfesuchende nur ein Mal am Tag – entweder am Vormittag oder Nachmittag – in die Einrichtung kommen. In der Vergangenheit haben immer mehr Menschen in der Wärmestube Hilfe gesucht, so die Verantwortlichen.

Seit 2010 sei die Besucherzahl um fast 40 Prozent gestiegen und die Wärmestube an die Grenzen des Machbaren gekommen, heißt es weiter. Bis zu 300 Mahlzeiten gaben die Helfer zuletzt jeden Tag aus. Auch die Konflikte in den engen Räumen hatten zugenommen.

Zweite Tageseinrichtung gefordert

Besonders belastend war die Situation in den Wintermonaten, da dann eine Terrasse nicht genutzt werden konnte. Die neue Regelung gilt deswegen auch zunächst für die kommende Schlechtwetterphase. Wegen der stark gestiegenen Zahl an Hilfsbedürftigen fordert die Caritas und die Stadtmission, eine zweite Tageseinrichtung für obdachlose Menschen in der Stadt einzurichten. Bisher konnte aber noch keine passende Immobilie gefunden werden. Die Wärmestube wurde 1984 gegründet und wird seitdem von der Caritas und der Stadtmission getragen.

Die Stadt Nürnberg finanziert zu einem großen Teil die Betriebskosten der Einrichtung.

© dpa/pa

Essensausgabe in der Wärmestube