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Nürnberger Verkehrsbetriebe lehnen Redeverbot in Bus und Bahn ab | BR24

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Bildrechte: VAG/Claus Felix

Die städtische Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) hat ein Rede- oder Telefonierverbot in Bussen und Bahnen abgelehnt.

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Nürnberger Verkehrsbetriebe lehnen Redeverbot in Bus und Bahn ab

Sind Sprechen und Telefonieren im ÖPNV wegen der Corona-Pandemie bald ein Tabu? Nicht in Nürnberg: Dort lehnt die VAG ein solches Verbot ab. Zuvor hatte sich der Chef der Münchner MVG dafür ausgesprochen, Fahrgästen das Reden zu untersagen.

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Von
  • Christoph Dicke

Wegen der Corona-Pandemie hat die spanische Insel Mallorca ein Sprechverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt, damit die mögliche Bildung infektiösen Nebels (Aerosole) zusätzlich verhindert werden kann.

VAG: Vorschlag Wortmanns "unnötig"

Auch der Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und Präsident des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VdV), Ingo Wortmann, hat sich dafür ausgesprochen, dieses Modell in Deutschalnd zu übernehmen. Abgelehnt wird dies jedoch von der städtischen Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG).

Den Vorschlag Wortmanns, eine Rede- oder Telefonierverbot einzuführen, nannte eine VAG-Sprecherin unnötig: "Wir sehen aktuell keine Veranlassung dazu, in dieser Richtung tätig zu werden." Beispielsweise könne man einer Mutter mit kleinen Kindern nicht verbieten, mit ihnen zu reden.

RKI: kein erhöhtes Risiko in öffentlichen Verkehrsmitteln

Zudem seien die Mindestabstände in Bussen und Bahnen derzeit fast durchweg einhaltbar. Die Auslastung des Nürnberger Nahverkehrs liege bei 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, sagte die Sprecherin dem BR. Auch in den Stoßzeiten gebe es dank Homeschooling und vermehrtem Homeoffice derzeit kein Gedränge in den Nürnberger Verkehrsmitteln. Die neue FFP2-Maskenpflicht werde durchweg befolgt. Das Ansteckungsrisiko ist laut RKI in Bussen und Bahnen nicht erhöht.

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