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Nürnberger Unternehmen entwickelt 15-km-Radius-Rechner | BR24

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Für Städte, die einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 200 erreichen, gilt: Der Bewegungsradius ist auf 15 Kilometer reduziert. Das Nürnberger Start-Up "LottaLeben" hat ein Tool entwickelt mit dem sich der 15-Kilometer-Radius genau berechnen lässt.

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Nürnberger Unternehmen entwickelt 15-km-Radius-Rechner

Rausfahren zum Rodeln oder zum Wandern – für Menschen aus Orten mit einem Inzidenzwert über 200 ist das derzeit nur innerhalb von einem 15-Kilometer-Radius möglich. Ein Unternehmen aus Nürnberg bietet nun Hilfe, um den Radius einfach zu berechnen.

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Von
  • Daniel Peter

Eigentlich entwickelt die Digitalagentur "LottaLeben" in Nürnberg zum Beispiel Websites für Unternehmen. Der Geschäftsführer Andreas Ochs und seine Teamkollegen haben nun aber ein sogenanntes Feature auf ihrer Website entwickelt, mit dem sich der 15-Kilometer- Radius ab Gemeindegrenze einfach überprüfen lässt. Entweder gibt man dort den Ort ein, in dem man lebt, und sieht auf einer Karte, wie weit man sich bewegen darf. Es ist aber auch möglich, via GPS- Ortung des Smartphones von unterwegs zu überprüfen, ob man sich noch innerhalb des Radius bewegt, erzählt der Geschäftsführer. Das ist gerade für die Menschen interessant, die in Orten wohnen, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 200 aufweisen.

Vom Hobbysport zur Idee

Geplant war der Radius-Rechner nicht. Nachdem Andreas Ochs und seine Teamkollegen aber begeisterte Hobbysportler sind und gerne auch mal mehrere Kilometer mit dem Rad durch die Fränkische Schweiz fahren, kam die Frage auf, wie weit sie sich eigentlich innerhalb von 15 Kilometern bewegen können. Die Idee des Radius-Rechners war geboren. Gerade einmal einen Tag hat es gedauert, bis die Idee umgesetzt wurde. Für die Berechnung des 15-Kilometer-Radius werden auch Daten, die vom Bund offiziell zur Verfügung gestellt sind, benutzt, erklärt Mitentwickler Benedikt Fischer. Deshalb sei der Radius-Rechner auf wenige Meter exakt. Man arbeite aber stetig daran, ihn weiter zu verbessern. Aus ganz Deutschland bekommt die Firma Feedback zu dem Radius-Rechner, der auf der Website kostenlos abrufbar ist.

Auch Routen von Apps prüfbar

Eine weitere Besonderheit der Website: Es können auch die Daten von Apps, mit denen Wander- oder Radrouten geplant werden, hineingeladen werden, sogenannte GPX-Dateien. Grafisch wird dem Nutzer dann angezeigt, ob die geplante Route innerhalb (grün) oder außerhalb (rot) des Radius liegt. Die Daten würden nicht gespeichert werden, versichert Geschäftsführer Andreas Ochs.

Polizei Mittelfranken hofft auf einsichtige Bürger

Auch bei der Polizei in Mittelfranken ist die 15- Kilometer-Radius Beschränkung ein Thema. Es würde nicht auf den Meter genau nachgemessen werden, wo die Leute herkommen, sagt die Pressesprecherin Elke Schönwald. Es gehe vor allem darum, Menschenansammlungen zu vermeiden. Wo sich viele Menschen ansammeln, dort würde auch verstärkt kontrolliert werden, so die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, kann die Website des Nürnberger Unternehmens eine Hilfe sein, um den 15-Kilometer-Radius gut berechnen zu können.

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