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Nürnberger Tage für Migration: Experten üben Kritik | BR24

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Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widmet sich eine zweitägige Fachtagung den Themen Zuwanderung und Integration. Dabei geht es unter anderem um geordnete Zuwanderung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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Nürnberger Tage für Migration: Experten üben Kritik

Führende Migrationsexperten haben zum Auftakt der "Nürnberger Tage für Migration" teils harsche Kritik an der Migrationspolitik in Deutschland und Europa geübt. Bei der Fachtagung geht es um die Themen Zuwanderung und Integration.

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Die Experten kritisierten beispielsweise, dass es derzeit keine vernünftige Rückführungsstrategie in die Herkunftsländer gebe. Außerdem sei die Zusammenarbeit mit Milizen, etwa in Libyen, in einigen Ländern fragwürdig, so Gerald Knaus, der Leiter der European Stability Initiative (ESI).

Mittelmeer als tödliche Grenze

Das Mittelmeer habe sich zur "tödlichsten Grenze der Welt" entwickelt, sagte Knaus. In den Jahren 2013 bis 2018 seien dort 17.500 Menschen ums Leben gekommen. "Das sind Zahlen wie in einem Krieg", sagte Knaus. Hans-Eckhard Sommer, Präsident des gastgebenden Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, forderte mehr europäische Lösungen.

Katastrophale Menschenrechtsbilanz

Ziel müsse es sein, mit Ländern, deren Bürger nicht als schutzwürdig eingestuft seien, Rückkehrregelungen zu treffen – oder die Menschen legal in Deutschland leben zu lassen, sagte Knaus. Die Rücknahme von Flüchtlingen durch Länder wie Gambia oder Senegal funktioniere derzeit überhaupt nicht. Es gebe praktische keine Rückführung, dennoch lebten 15.000 Gambier in Deutschland. Auch die Erlanger Professorin Petra Bendel warf der Politik Verfehlungen vor. "Die Instrumente sind erheblich nachzujustieren", betonte sie und attestierte eine "katastrophale Menschenrechtsbilanz" in der Migrationspolitik.

Diskussion über Asyl, Migration, Integration, Heimat

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops geht es in der Tagung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unter anderem um geordnete Zuwanderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dazu sind etwa 200 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Verwaltung und Wissenschaft nach Nürnberg gekommen.

"Die Tagung ist ein Forum, in dem die Themen Asyl, Migration, Integration und Heimat aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert werden können." Hans-Eckhard Sommer, BAMF-Präsident

An den zwei Tagen nehmen Gäste aus unterschiedlichen Bereichen an der Tagung teil: Zu der Diskussion mit dem Titel "Heimat: Deutschland auf dem Weg zu einer 'Zukunftsgesellschaft'" wird unter anderem der Autor Ahmad Mansour erwartet. Der Islamismus-Experte engagiert sich gegen Radikalisierung und für Demokratieförderung.