BR24 Logo
BR24 Logo
BR24 - Hier ist Bayern
Max-Morlock-Stadion mit Aschenbahn

Das Max-Morlock-Stadion ist in die Jahre gekommen. Um zu wissen, welche Baumaßnahmen am sinnvollsten sind, gibt die Stadt eine Studie in Auftrag.

Bildrechte: BR / Michael Reiner
2
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nürnberger Stadtrat: Was ist machbar im Max-Morlock-Stadion?

Der Nürnberger Stadtrat hat am Abend einstimmig die Weichen für die Zukunft des Max-Morlock-Stadions gestellt. Die Stadträte beauftragten dazu eine Machbarkeitsstudie. Diese soll aufzeigen, wie das beste Konzept für das Stadion aussehen soll.

Von
Michael ReinerMichael Reiner
2
Per Mail sharen

Das Max-Morlock-Stadion ist in die Jahre gekommen. Um zu wissen, welche Baumaßnahmen am sinnvollsten sind, gibt die Stadt eine Studie in Auftrag.

Bildrechte: BR

Wie soll es mit dem in die Jahre gekommenen Max-Morlock-Stadion weitergehen? Dies Frage stand bei der Nürnberger Stadtratssitzung auf der Agenda. Dabei hat der Stadtrat am Abend einstimmig die Weichen für die Zukunft des Stadions bestimmt und eine Machbarkeitsstudie beauftragt.

Sanieren oder teilweise abreißen oder ...

Die Stadt geht davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren rund 30 Millionen Euro in den Erhalt des Stadions investiert werden müssen. Die Studie soll nun klären, ob das alte Stadion im Bestand saniert werden soll. Oder ob es sinnvoller ist, das alte Stadion teilweise abzureißen und neu aufzubauen. Die Bewerbung als möglicher Spielort für die Fußball-EM 2024 machte es überdeutlich: Das nicht mehr zeitgemäße Stadion hat Nürnberg den Zuschlag gekostet. Es fehlen beispielsweise ausreichend Plätze und Logen für zahlungskräftiges Publikum.

Max-Morlock-Stadion – "Herzensprojekt" vieler Stadträte

In der emotionalen Diskussion zeigt sich, dass das Stadion für viele Stadträte ein "Herzensprojekt" ist, wie SPD-Stadtrat Nasser Achmed betont. Seine Vision sei, dass das Stadion zu einem "modernen, multifunktionalen Sporttempel" werde. Die Machbarkeitsstudie solle nun zeigen, welche möglichen Sponsoren und Investoren es gebe, die sich bei der Finanzierung des Millionen-Projekts engagieren könnten. Nasser Achmed: "Es stellt sich die Frage, weiter so oder Neues wagen? Die SPD will lieber diesen zweiten Weg gehen."

Sponsoren und Partner gesucht

CSU-Fraktions-Chef Andreas Krieglstein findet des Ansatz richtig, mögliche Partner für die Finanzierung zu finden. Er nennt den 1. FC Nürnberg aber auch regionale Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen. "Wir brauchen Partner und müssen die Bürger mitnehmen", so Krieglstein. Bürgermeister Christian Vogel (SPD), der für das Stadion zuständig ist, stellt in der Diskussion fest, dass der 1. FC Nürnberg zwar ein wichtiger Partner ist. "Aber wir bauen kein Stadion für den Club, sondern für die Stadt Nürnberg, für die Bürger und für die Region."

Vision: besseres Stadion, weniger Kosten

Mit Blick auf die angespannte Haushaltssituation der Stadt spricht Achim Mletzko, Fraktions-Chef der Grünen, davon, "dass der Prozess in den kommenden Jahren sicher kein Heimspiel werden wird." Auch er hat eine Vision: "Wir bekommen im besten Fall ein attraktives Sportgelände, für das wir als Stadt Nürnberg weniger aufwenden müssen als bisher." Ob es dazu kommen wird? "Wir sind gespannt auf die ersten Zwischenergebnisse", freut sich Mletzko.

Konkrete Ergebnisse in rund einem Jahr erwartet

Die ersten konkreten Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie sollen in rund einem Jahr vorliegen. Dann gehe der Entscheidungsprozess weiter, so Bürgermeister Vogel. Zum Beispiel, ob auf die Leichtathletik-Laufbahn verzichtet werden kann. Und wie dem Denkmalschutz Rechnung getragen werden kann, unter dem ein Teil der Fassade aus dem Jahr 1928 stehe, sagt Vogel. Das Ergebnis wird dann nicht nur im Rathaus diskutiert. Auch die Bürger sollen mitreden dürfen. Vogels Fazit: "Morgen werden nicht die Bagger kommen. Der Beschluss heute ist der Start für ein langes Rennen."

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!

Sendung

Frankenschau aktuell

Schlagwörter