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#frauenwollenmehr heißt eine neue Kampagne für die Erweiterung des Quotengesetzes
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Autoren

Anja Bühling
Simone Schuelein
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#frauenwollenmehr heißt eine neue Kampagne für die Erweiterung des Quotengesetzes

Zehn Jahre nach der Nürnberger Resolution für mehr Frauen in Führungspositionen stellen die Mit-Initiatorinnen vom Verein "Erfolgsfaktor Frau" fest: Zwar gebe es ein Quotengesetz, doch die Umsetzung sei mangelhaft. Von den "ambitionierten Zielen" bei den freiwillig festzusetzenden flexiblen Frauenquoten für die Vorstands- beziehungsweise Geschäftsleitungsebene, sei nichts zu sehen. Viel zu häufig werde nach wie vor das Ziel "Null Quote" gewählt. Auch Seitens der Bundesregierung müsse noch viel getan werden, so die Vereinsvorsitzende Claudia Specht im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Quote auch für Vorstände

Deshalb startet der Verein gemeinsam mit weiteren Frauenverbänden in diesem Jahr die Kampagne #frauenwollenmehr, sozusagen eine Nürnberger Resolution 2018. Im Gespräch mit der regionalZeit Franken erklärte Claudia Specht, diese neue Nürnberger Resolution fordere, dass das Quotengesetz erweitert werde. So soll es nicht mehr nur Sanktionen für Unternehmen geben, die nicht genug Frauen in ihren Aufsichtsräten haben, sondern "auch eine Quote für die Vorstände", so Specht.

#frauenwollenmehr

Allerdings solle diese eine selbstgewählte Quote sein, "weil es da tatsächlich in den Branchen auch sehr große Unterschiede gibt", so Specht weiter. Das Ziel sei, dass solch eine Regelung von der Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werde. Die Nürnberger Resolution 2018 und die Kampagne #frauenwollenmehr werden heute in Berlin vorgestellt. Mit dabei ist unter anderem auch die frühere Bundesfamilienministerin Renate Schmidt.