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Nürnberger Radentscheid: Ziel von 15.000 Unterschriften erreicht | BR24

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Der Nürnberger Radentscheid hat die notwendigen Unterschriften eingeholt.

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    Nürnberger Radentscheid: Ziel von 15.000 Unterschriften erreicht

    Zum Endspurt des Nürnberger Radentscheids, haben die Initiatoren ihr Ziel von 15.000 Unterschriften erreicht. Mit der Aktion sollen die Bedingungen für Fahrradfahrer verbessert werden. Nun muss sich der Stadtrat mit den Forderungen befassen.

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    Von
    • Rika Dechant

    Die Initiatoren des Nürnberger Radentscheids haben es geschafft: Bis Samstagvormittag konnten sie 15.000 Unterschriften sammeln. Um die Forderung beim Stadtrat einreichen zu können, mussten mindestens drei Prozent der in Nürnberg Wahlberechtigten beteiligt sein - dieses Ziel wurde erreicht.

    Demo für sicheres Fahren in Nürnberg

    Rund 1.000 Radfahrer versammelten sich laut Polizei auf dem Volksfestplatz, um weitere Unterschriften zu sammeln. Damit wurde ein weiteres Ziel, nämlich mit 2.020 Menschen zu demonstrieren zwar verfehlt, dennoch wollten die Radler mit der Abschlussdemo in Form einer Rundfahrt noch einmal für ein sicheres Fahren in Nürnberg eintreten.

    Auch Fahrradfahrer von außerhalb Nürnbergs dabei

    Unter den Teilnehmern befanden sich auch zahlreiche Radler aus Erlangen und Bamberg. Seit einem Jahr macht sich die Initiative für ein besseres Fahrradklima in der Stadt stark. Zu ihren wichtigsten Forderungen gehört der Ausbau des Radwegenetzes inklusive der Schließung von Lücken, vor allem entlang der Hauptverkehrsstraßen. Zudem kämpfen sie für bessere und sicherere Abstellplätze und den Neubau von Radschnellwegen.

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    Bildrechte: BR/ Franz Engeser

    1.000 Radfahrer sind zur Abschluss-Demo des Radentscheids durch Nürnberg gefahren.

    Förderung des Radverkehrs "verschlafen"

    Der Stadtrat sei grundsätzlich zu zögerlich in seinen Entscheidungen, sagte Sprecherin Nicole Mögel gegenüber dem BR. Die Förderung des Radverkehrs sei hier lange Zeit verschlafen worden. Das Fahrrad sei kein Freizeit- oder Sport-, sondern ein normales Verkehrsmittel. Auch die sogenannten Popup-Radwege seien gescheitert, da sie keine guten Anbindungen gehabt hätten und teilweise unterbrochen gewesen seien.

    Stadtrat entscheidet über Forderungen

    Weitere ausgefüllte Unterschriftenlisten können noch bis Ende Oktober 2020 bei den mehr als 150 Sammelstellen abgegeben werden. Die Listen werden dann dem Stadtrat präsentiert. Der muss daraufhin entscheiden, ob er diese Forderungen umsetzt, ansonsten sei der nächste Schritt ein Volksbegehren, so Mögel.

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