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Nürnberger Menschenrechtspreis für Rodrigo Mundaca | BR24

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Wasser ist das Lebensmittel Nummer Eins. Die Jury des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises ehrt Rodrigo Mundaca, der in Chile für sauberes Trinkwasser kämpft.

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Nürnberger Menschenrechtspreis für Rodrigo Mundaca

Wasser ist das Lebensmittel Nummer Eins, aber nicht überall verfügbar. Die Jury des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises hat jetzt einen Mann geehrt, der in Chile für sauberes Trinkwasser kämpft.

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Die Flüsse sind ausgetrocknet, das Vieh verendet. In der Region Petorca in Chile gibt es eigentlich genug Wasser, doch nicht jeder kommt an dieses so wichtige Lebensmittel heran. Schuld daran ist ein Gesetz aus Zeiten der Militärdiktatur unter Pinochet, dass die Rechte an der Wasserversorgung in die Hand von Unternehmen gegeben hat.

Der Avocadoanbau gräbt das Wasser ab

Ein weiterer Grund für die Wasserknappheit ist der Avocadoanbau. Für die Produktion von einem Kilo Avocado werden im Schnitt 1.000 Liter Wasser verbraucht. Die Agrarunternehmen in Petorca entziehen für ihre Plantagen Wasser aus Flüssen, die dadurch austrocknen. Bewohner und Kleinbauern sitzen buchstäblich auf dem Trockenen: „Etwa 50.000 Menschen in der Region Petorca hängen bei der Versorgung mit Trinkwasser von Tanklastwagen ab“, sagt Rodrigo Mundaca.

Kampf um das Menschenrecht auf Wasser

Der Agraringenieur Rodrigo Mundaca setzt sich deshalb mit der Organisation Modatima dafür ein, dass die Menschen in der Region sauberes Trinkwasser bekommen - und legt sich deshalb mit der Regierung und den Agrarunternehmern an. Das ist nicht ungefährlich: Der 58-jährige musste sich immer wieder vor Gericht verantworten und bei der Polizei melden. Einige seiner Mitstreiter von Modatima werden mit dem Tode bedroht, erzählt Mundaca.

Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis

Der Zugang zu sauberem Wasser wurde 2010 von den Vereinten Nationen als Menschenrecht anerkannt. Nun hat Rodrigo Mundaca den 13. Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis für seinen Kampf um dieses Recht verliehen bekommen.

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Der chilenische Aktivist Rodrigo Mundaca erhält den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2019. Der Agraringenieur setzt sich dafür ein, dass Kleinbauern und Bürger Zugang zu sauberen Trink- und Grundwasser erhalten.