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Beschäftigte des Lastwagenbauers MAN in Nürnberg protestieren gegen einen geplanten Stellenabbau (Archiv)

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    Nürnberger MAN-Werk von Sparplan kaum betroffen

    Nach monatelangen Verhandlungen haben sich der MAN-Vorstand und der Betriebsrat auf einen Stellenabbau von bundesweit 3.500 Jobs geeinigt. Das Nürnberger MAN-Werk ist davon kaum betroffen. Dort soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

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    Von
    • Michael Reiner
    • Jonas Miller

    Aufatmen in Nürnberg: Das Motorenwerk des Lkw-Herstellers MAN ist vom Sparplan des Konzerns weniger stark betroffen als ursprünglich befürchtet. Bis Ende kommenden Jahres sollen rund 350 bis 400 Stellen sozialverträglich abgebaut werden, sagte Betriebsrats-Chef Markus Wansch dem Bayerischen Rundfunk. Das bedeute, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gebe.

    Standort Nürnberg soll ausgebaut werden

    Im Nürnberger Motorenwerk sind derzeit rund 3.460 Mitarbeiter fest beschäftigt. Man habe sich in den Verhandlungen darauf geeinigt, dass es bei MAN in Nürnberg künftig mindestens 3.100 feste Stellen gebe. Nürnberg solle zum Kompetenzzentrum für Antriebe jeglicher Art ausgebaut werden, sagte Wansch. Das bedeute, dass in Nürnberg künftig auch Motoren entwickelt werden, die mit Wasserstoff laufen oder die ihre Energie aus Brennstoffzellen bekommen. Außerdem werde in Nürnberg eine Batteriefertigung aufgebaut, sagte Wansch: "Das ist eine Riesenchance für den Standort." Die Fertigung und Entwicklung von Dieselmotoren laufe weiter.

    MAN wollte 9.500 Stellen streichen

    Eigentlich wollte der Lastwagenbauer MAN 9.500 der 36.000 Stellen in Deutschland und Österreich abbauen. Nach langen Verhandlungen haben sich der Vorstand des Unternehmens und der Betriebsrat auf weniger Stellenstreichungen geeinigt. Laut Angaben des Unternehmens sollen 3.500 Stellen in Deutschland bis Ende des kommenden Jahres gestrichen werden.

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