BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Bayerischer Rundfunk 2020
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2020

Streik in Nürnberg

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nürnberger Klinikum: Warnstreik beeinträchtigt Betrieb

Der Streit zwischen Gewerkschaft, Servicekräften des Klinikums und der Klinikleitung schwelt seit Monaten. Die Mitarbeiter der Tochtergesellschaft fordern eine Bezahlung wie im Öffentlichen Dienst. Der Streik beeinträchtigte am Dienstag den Betrieb.

1
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Verdi hat die Beschäftigten der Klinikum Nürnberg Service GmbH (KNSG) aufgefordert in einen 48-Stunden-Warnstreik zu treten. Mit Beginn der Frühschicht am Dienstag (18.05.) will Verdi damit seinen Forderungen für gleiche Bezahlung aller Klinikmitarbeit Nachdruck verleihen.

Verdi fordert Tarifverhandlungen für Service-Kräfte im Klinikum Nürnberg

Die Mitarbeiter der ausgegliederten Tochtergesellschaft arbeiten im Bereich Reinigung, Küche, Waren- und Patiententransport und werden nicht nach dem Tarif Öffentlicher Dienst bezahlt. Seit Monaten streiten sich Verdi und die KNSG über Lohnerhöhungen und die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Bei den Auseinandersetzungen geht es um rund 1.000 Beschäftigte.

"Unsere Kolleginnen und Kollegen meinen es ernst: Wir leisten unverzichtbare Arbeit im Klinikum und brauchen dafür auch eine Bezahlung, die es ermöglicht, unsere steigenden Mieten zu bezahlen und unsere Kinder zu versorgen." Karin Reinfelder, Verdi Tarifkommission

Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten die Stadt Nürnberg "in die Pflicht nehmen und OB König an sein Wahlkampfversprechen erinnern", so die Gewerkschaft. Eine Bezahlung nach TVöD sei keineswegs undenkbar, sondern in vielen kommunalen Kliniken Realität. "Wir sind keine Beschäftigten zweiter Klasse. Auch wir sind TVöD wert", schreibt Verdi im Aufruf zum Warnstreik. Die Verantwortlichen des Krankenhauses sehen hingegen dafür keinen finanziellen Spielraum.

Klinikum: Operationen mussten wegen Warnstreik verschoben werden

Der Warnstreik am Dienstag hat nach Angaben des Klinikums Nürnberg den Betrieb auf den Corona- und Intensivstationen beeinträchtigt. Außerdem hätten Operationen verschoben werden müssen, sagte Klinikums-Sprecherin Sabine Stoll. Das Klinikum habe den Betrieb nur nach interner Umorganisation aufrechterhalten können. Laut Stoll haben etwa ein Drittel der betroffenen 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dem Warnstreik teilgenommen. Viele hätten sich kurzfristig krankgemeldet.

© BR
Bildrechte: BR

Der Streit zwischen Gewerkschaft, Servicekräften des Klinikums und der Klinikleitung schwelt seit Monaten. Die Mitarbeiter der Tochtergesellschaft fordern eine Bezahlung wie im Öffentlichen Dienst. Der Streik beeinträchtigte heute den Betrieb.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!