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Nürnberger Klinik-Service-Beschäftigte kämpfen für Tarifvertrag | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Beschäftigte der Klinikum Nürnberg Service Gesellschaft kämpfen dafür, dass sie den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bekommen.

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    Nürnberger Klinik-Service-Beschäftigte kämpfen für Tarifvertrag

    Mit einer symbolischen Christbaum-Aktion wollen Beschäftigte des Klinik Services ein Zeichen für die Wiedereingliederung in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes setzen. Eine zweite Aktion gemeinsam mit Verdi soll am Mittwoch folgen.

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    Von
    • Inga Pflug

    Mit der Aktion wollen die Beschäftigten der Klinikum Nürnberg Service Gesellschaft gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi und der Initiative "Gesundheit statt Profit" dafür eintreten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder nach Tarif bezahlt werden. So soll Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) an sein diesbezügliches Wahlkampf-Versprechen erinnert werden, heißt es in einer Verdi-Mitteilung. Die beiden Aktionen richten sich einem Verdi-Sprecher zufolge direkt an die Nürnberger Stadtratsmitglieder.

    "Magerer" Christbaum mit Wünschen für Stadträte

    Um Geld zu sparen wurde, wie an vielen anderen Orten auch, der Servicebereich vor Jahren outgesourct und die Klinikum Nürnberg Servicegesellschaft (KNSG) gegründet. Seither würden dort Beschäftigte zum Tarifvertrag Service arbeiten, der weit unter dem Tariflohn des Öffentlichen Dienstes, TVöD, liege, so Verdi. Das bedeute niedrige Löhne für die gleiche Arbeit, die andere Mitarbeiter mit TVöD verrichteten. Am frühen Abend werde auf dem Hans-Sachs-Platz ein Weihnachtsbaum mit den Forderungen der Servicebeschäftigten geschmückt, der am Mittwoch (16.12.20) bei der Stadtratssitzung an der Meistersingerhalle übergeben werde. Passend zu den Löhnen der Servicebeschäftigten falle der allerdings "etwas mager" aus, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Schmalzbauer dem Bayerischen Rundfunk. Von den niedrigen Löhnen könne man in Nürnberg nicht leben.

    Arbeitgeber und Beschäftigte weit auseinander

    Die Servicebeschäftigten arbeiten in zentralen Klinik-Bereichen wie der Reinigung, der Näherei, der Küche oder im Transportdienst. Sie dürften daher nicht länger mit Niedriglöhnen abgespeist werden, so Verdi. "In Fürth und Ingolstadt wurde die Wiedereingliederung erreicht, das muss auch in Nürnberg möglich sein", so Gewerkschaftssekretärin Joana Terborg. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen nennt Verdi "respektlos".

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