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Hip, umweltfreundlich und faltbar - ein Nürnberger Jungunternehmen hat einen Mehrwegbecher entwickelt, der viel bewirken soll und in Bayern produziert wird.

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Nürnberger Jungunternehmer entwickeln flippigen Faltbecher

Hip, umweltfreundlich und faltbar - ein Nürnberger Jungunternehmen hat einen Mehrwegbecher entwickelt, der viel bewirken soll und in Bayern produziert wird. Die Erfinder wollen damit Geld verdienen aber auch das Konsumverhalten nachhaltig verbessern.

Von
Julia HofmannJulia Hofmann
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Hunderttausende Einwegkaffeebecher landen in Deutschland pro Tag im Müll. Meist sind sie nur ein paar Minuten lang verwendet worden. Sie lassen sich schwer recyceln und ihre Produktion hat Energie und Ressourcen verbraucht. Dieser Umweltwahnsinn gab vor vier Jahren den Anstoß, dass der junge Produktentwickler Christian Gruber und seine Familie eine Idee in die Tat umsetzten. Sie wollten sich an die Entwicklung eines wiederverwendbaren Faltbechers wagen – im vergangenen September verkauften sie die ersten Exemplare.

Idee mit vielen Risiken

Vier Jahre lang haben sie neben Beruf und Studium an einem faltbaren Mehrwegbecher getüftelt. In der Zeit habe es viele Aufs und Abs, auch Rückschläge und Zweifel. "Wir standen immer wieder vor der Frage, ob das wirklich Sinn macht. Sind wir auf dem richtigen Weg? Werden die Leute das Produkt annehmen? Es bereitet einem einige schlaflose Nächte aber letztendlich waren wir fest der Überzeugung, dass das auch funktioniert und dass wir da auf dem richtigen Weg sind", so Christian Gruber von der Nürnberger up2u–GmbH.

Faltbecher trifft den Nerv der Zeit

Zusammen mit Designern und einem Kunststoffartikelhersteller haben sie den Becher entwickelt, der all ihren Anforderungen gerecht werden soll: praktisch, wiederverwendbar, spülmaschinentauglich und – im Gegensatz zu vielen anderen Mitnahmegefäßen – vor allem auslaufsicher. Und Dank eines patentierten Faltsystems, lässt er sich nach Gebrauch wieder auf ein Drittel seiner Größe zusammenfalten und kann somit platzsparend in der Tasche verstaut werden.

Produktion in Bayern

Das junge Unternehmen zeigt, dass so ein Produkt in der Region nicht nur entwickelt, sondern auch hergestellt werden kann. Ein Kunststoffartikel-Hersteller in Sulzbach-Rosenberg hat mit getüftelt an dem mehrteiligen Faltbecher aus Silikon und Hartkunststoff. Über 30 000 Stück sind seit September hier schon produziert worden. Inzwischen fragen Händler aus ganz Deutschland und den Nachbarländern nach diesem Faltbecher.

Nachfrage ist groß

Den Becher gibt es in verschiedenen Farben und er kostet um die 20 Euro. Als Zubehör liefert ein Verpackungs-Hersteller aus dem oberfränkischen Hof dazu auch passende Täschchen auf Papierbasis. Alles „made in Bayern“. Der Mut des kleinen Teams ist jedenfalls belohnt worden. Selbst in Zeiten von geschlossener Gastronomie ist die Nachfrage groß. Und der Erfolg des Bechers bestärkt sie darin weiter zu planen und neue Ideen zu entwickeln.

„Wir sehen nicht nur im Bereich für Einwegbecher ein großes Potenzial sondern grundsätzlich für Verpackungen oder andere Produkte um Essen zu transportieren.“ Christian Gruber, up2u-GmbH

Essen transportieren

Das Thema „Essen transportieren“ ist schon lange Ausdruck moderner Mobilität und da gibt es durchaus ja noch viele Verbesserungsmöglichkeiten. Die jungen Unternehmer sehen da jedenfalls einen großen Bedarf an umweltfreundlichen Ideen und Lösungen. Und die wollen sie künftig vermehrt aus Nürnberg liefern.

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