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Nürnberger entscheiden über 365-Euro-Ticket | BR24

© BR/Philipp Kimmelzwinger

VGN-Bus in Nürnberg

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    Nürnberger entscheiden über 365-Euro-Ticket

    Die Nürnberger Bürger werden über die Einführung eines 365-Euro-Tickets entscheiden. Der Stadtrat hat die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens anerkannt. Jetzt drängt die Zeit.

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    Der Bürgerentscheid muss nun in den nächsten drei Monaten durchgeführt werden. Spätestens im August sollten die Nürnberger zum 365-Euro-Ticket befragt werden. Titus Schüller, Stadtrat der Partei "Die Linke", pocht darauf, dass die gesetzlich vorgegebene Frist eingehalten werde. "Eine Verschiebung ist für uns keine Option, denn das 365-Euro-Ticket soll ja bereits im Januar 2021 eingeführt werden."

    Stadt will Verschiebung wegen Corona-Krise

    Ein Sprecher des städtischen Rechtsamts hatte eine Verschiebung um weitere drei Monate in den Herbst ins Gespräch gebracht. Aufgrund der Ferienzeit und der Beschränkungen durch die Corona-Krise sei es schwierig, die Abstimmung im Sommer zu organisieren, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Schüller konterte, dass es immer noch die Option einer Briefwahl gebe. Diese habe in Corona-Zeiten auch bei der Oberbürgermeister-Stichwahl funktioniert.

    Billig-Ticket für alle, ohne Beschränkung

    Mehr als 21.000 Nürnberger hatten sich in die Unterschriftenlisten für das 365-Euro-Ticket eingetragen. Das waren weit mehr, als sich die Initiatoren von der Partei "Die Linke" erhofft hatten. Ziel ist es, dass künftig alle Menschen in Nürnberg ohne Beschränkung für 365 Euro ein Jahr lang Bus und Bahn fahren dürfen. Die Stadt Nürnberg steht dem kritisch gegenüber. Sie rechnet damit, dass das Billig-Ticket jährlich rund 30 Millionen Euro kosten würde.

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