Nürnberger Einsatzkräfte bereit für die Feiertage
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Nürnberg: Die Erkältungswelle betrifft auch das Klinikum Nürnberg. Feuerwehr und Rotes Kreuz sehen sich dagegen gut aufgestellt für Festtage.

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Nürnberger Einsatzkräfte bereit für die Feiertage

Die Erkältungswelle rollt – auch in Nürnberg. Das bringt im Klinikum Nürnberg auch die Notaufnahme an ihre Grenzen. Feuerwehr und Rotes Kreuz sehen sich dagegen gut aufgestellt für die Feiertage. Ihre Bitte: Notruf nur im wirklichen Notfall wählen!

Durch die derzeitige Erkältungswelle kommt es vielerorts zu Personalnot, auch bei den Diensten, die an Weihnachten im Notfall eingreifen sollen. In Nürnberg sieht die Lage ganz unterschiedlich aus, Rettungsdienste und Feuerwehren sehen sich aber gut gerüstet für die Feiertage. Gleichzeitig wird die Bevölkerung gebeten nur im wirklich akuten Notfall die 112 zu wählen.

Feuerwehr und Rotes Kreuz in Nürnberg voll einsatzbereit

Bei der Berufsfeuerwehr in Nürnberg gibt es nach eigenen Angaben keinen außergewöhnlich großen Krankenstand. Für die Feiertage seien alle Dienste besetzt und eine Reserve für den Notfall eingeplant, hieß es auf BR-Anfrage.

So sieht sich der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes in Nürnberg personell gut aufgestellt für die bevorstehenden Feiertage und leide nicht unter Personalnot durch die derzeitige Erkältungswelle. Das sagte der stellvertretende Leiter der Einsatzdienste, Julian Lohse, dem BR. Dank immer noch sehr strenger Hygienevorschriften und einer Aufstockung des Personals könnten alle anstehenden Anforderungen an Weihnachten und Silvester ohne Einschränkungen erfüllt werden.

Personalnot am Klinikum Nürnberg

Sorge bereitet den Rettungskräften allerdings die derzeitige Personalnot in den Krankenhäusern. Dadurch komme es zu längeren Wartezeiten bei den Notaufnahmen, so Lohse. Wegen der außergewöhnlichen Erkältungswelle leidet das Klinikum Nürnberg immer noch unter einem sehr hohen Krankenstand, der auch über die Feiertage nicht ausgeglichen werden könnte, teilte das Krankenhaus schriftlich mit.

Bitte: Vorsicht im Umgang mit Böllern

Aufgrund der angespannten Personaldecke bittet das Klinikum Nürnberg gerade an Silvester um Vorsicht im Umgang mit Feuerwerksköpern, damit es nicht zu einer Überlastung der Notaufnahmen kommt.

Appell: Nur im wirklichen Notfall die 112 wählen!

Gleichzeitig appellieren die Ärztlichen Leiter der Krankenhauskoordinierung im Rettungsdienstbereich Nürnberg, wirklich nur im akuten Notfall die 112 zu rufen. Liegt kein Notfall vor, können sich Bürgerinnen und Bürger bei medizinischen Problemen an die bundesweit einheitliche und kostenlose Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wenden und darüber Hilfe bekommen, teilte die Stadt Nürnberg am Freitag mit.

Auch hier ist der Hintergrund die weiter sehr angespannte Lage in der stationären Akut- und Notfallversorgung der Kliniken im Rettungsdienstbereich Nürnberg und die Überlastung der Notaufnahmen.

Auch bei Warteschleifen – nicht auflegen!

Die Integrierte Leitstelle (ILS) koordiniert Rettungsdienst sowie die Feuerwehr für die rund 1,2 Millionen Menschen in der Region. "Die Notrufnummer 112 gilt grundsätzlich bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, schweren Verletzungen, Unfällen oder Bränden. Bei nicht lebensbedrohlichen Krankheiten oder Verletzungen, die nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, ist die 116 117 zu wählen", sagte Branddirektor und ILS-Leiter Marc Gistrichovsky. Er wies darauf hin, dass es vereinzelt bei einem hohen Einsatzaufkommen zu Wartezeiten am Telefon kommen könne und appellierte: "Bleiben Sie in der Warteschleife! Legen Sie nicht auf!"

Mit Material der epd

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