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Nürnberger "Corona-Party" war keine private Feier | BR24

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Nach Recherchen des Nürnberger Ordnungsamtes handelte es sich bei der Party im Mach1 Mitte August nicht um eine Privatfeier. Nach Aussage des Ordnungsamtes Nürnberg hatten mehrere Personen zu dieser Party eingeladen.

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Nürnberger "Corona-Party" war keine private Feier

Bei der Corona-Party im Nürnberger Club "Mach1" handelte es sich nicht um eine Privatfeier oder geschlossene Gesellschaft. Das zeigen Recherchen des Ordnungsamtes. Die Stadt will nun die Clubszene stärker kontrollieren.

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Die Feier mit einem Corona-Infizierten im Nürnberger Club "Mach1" mit 87 Personen war keine Privatfeier. Das zeigen die Recherchen des Nürnberger Ordnungsamtes. Bei Befragungen der Partygäste stellte die Behörde fest, dass mehrere Personen zur Party vom 15. auf den 16. August in den Nürnberger Club eingeladen hatten. Sie hätte dazu Mitteilungen über den Messengerdienst Whatsapp und anderen Social Media-Kanälen verschickt. Bei der Befragung durch das Ordnungsamt konnten die ermittelten Partygäste teils weder einen Anlass der Party benennen noch kannten sich viele Teilnehmer untereinander.

Nürnberg wird Clubszene stärker kontrollieren

Privatfeiern und die Nürnberger Clubszene werden in Zukunft nun stärker kontrolliert, sagte Andreas Franke, Pressesprecher der Stadt Nürnberg. Bereits am vergangenen Wochenende hätten Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei Clubs besucht. Dabei hätten sie eine Party entdeckt, bei der es sich ebenfalls nicht um eine Privatfeier gehandelt habe, die aber so angemeldet wurde.

Verantwortung für Feier liegt beim Veranstalter

Grundsätzlich gebe es die Möglichkeit nach dem Bayerischen Infektionsschutzgesetz private Feiern zu veranstalten. Das aber sei mit sehr strengen Auflagen verknüpft, so Franke. Die Verantwortung für eine solche Feier liege eindeutig beim Veranstalter und beim Betreiber der Clubs. An den Festen dürften nur bekannte Personen teilnehmen und nicht Unbekannte dazu stoßen.

Teilnehmer der Corona-Party auch aus Würzburg

Nach Angaben des Landratsamtes Fürth haben sich zwölf Personen bei der Behörde gemeldet, die an der Party im Nürnberger "Mach1" teilgenommen haben. Das Amt ist zuständig, da der Corona-Infizierter aus Fürth stammt. Auch das Nürnberger Gesundheitsamt habe die dortigen Fälle kontaktiert.

"Es hat sich aber herausgestellt, dass unter den rund 90 Teilnehmern die regionale Streuung bis nach Würzburg gereicht hat und die Person, die positiv getestet wurde, war zum Bereich Fürth und Landkreis Fürth gehörig. Jetzt kümmern sich mehrere Gesundheitsämter um die Fälle." Andreas Franke, Pressesprecher Stadt Nürnberg

Neun Personen können bislang nicht ermittelt werden

Alle Personen wurden aufgefordert, sich umgehend testen zu lassen. Nach wie vor versuchen die Ämter neun Gäste zu ermittelt, die unleserliche Adressen und Namen auf der Teilnehmerliste eingetragen hätten, so Christian Ell, Pressesprecher des Landratsamtes Fürth.

Strafrechtliche Konsequenzen werden geprüft

Derzeit werde überprüft ob und wenn, gegen welche Vorschriften der Veranstalter oder der Clubbetreiber verstoßen habe. Sollte dies der Fall sein droht den Verantwortlichen ein Bußgeld. Ob sich auch der Feiernde strafbar gemacht hat, werde im Nachgang durch die Behörden geprüft, sagte Polizei-Pressesprecher Marc Siegl dem BR. Der Infizierte aus dem Fürth stand eigentlich unter Quarantäne, weil er aus einem Risikogebiet und noch kein Corona-Testergebnis hatte.

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