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Vielerorts in Franken steigen die Inzidenzen weiter an. Eine mögliche Maßnahme, um das Corona-Virus einzudämmen, wäre die NoCovid-Strategie. Wie könnte diese Strategie für Nürnberg und die Metropolregion aussehen?

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Nürnberger Bürgergruppe plädiert für No-Covid-Strategie

In Nürnberg und in der Region sind die Inzidenzzahlen hoch. Während viel Hoffnung auf regelmäßigen Tests und mehr Impfungen ruht, fordert eine Nürnberger Bürgergruppe radikalere Maßnahmen: Sie plädieren für eine "No-Covid-Strategie".

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Von
  • Karin Goeckel
  • Henry Lai

Eine Gruppe von Nürnberger Bürgern plädiert dafür, mit einer sogenannten No-Covid-Strategie die hohen Inzidenzwerte in der Metropolregion Nürnberg massiv zu senken. Einer von ihnen ist Thomas Pettinger. Er wirbt schon seit einiger Zeit für harte Maßnahmen, um die Werte runterzubekommen und dann im Anschluss wieder Öffnungen zu ermöglichen.

Vier Phasen, ein Ziel

Der Plan der Bürgergruppe sieht verschiedene Phasen vor: Erst soll ein Großteil der Bevölkerung getestet werden. Darauf folgen Einschränkungen für das öffentliche Leben und die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger. Zusätzlich sollen Unternehmen aufgefordert werden, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich ins Homeoffice zu schicken und den Betrieb herunterzufahren.

Auf diese Weise sollen die Inzidenzzahlen in der Metropolregion sinken. In der Phase danach könnten dann wieder Schulen, Gastronomie, Geschäfte und Kultureinrichtungen öffnen. Als Zielmarke hat Pettinger einen 7-Tage-Inzidenzwert von zehn im Blick.

Gespräche mit Bürgermeistern in der Region

Derzeit wirbt Pettinger zusammen mit anderen bei den Oberbürgermeistern der Region für die No-Covid-Strategie. Nach eigenen Angaben hat er bereits mit dem Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) gesprochen. Ein Termin mit der Stadtverwaltung in Nürnberg steht noch aus.

Gesundheitsreferentin ist noch skeptisch

Nürnbergs Gesundheitsreferent Britta Walthelm setzt im Moment eher auf "verbindliche Regeln und Vorgaben von den übergeordneten Ebenen" als auf eine regionale No-Covid-Strategie. Auch beim Thema Test-Logistik ist sie noch skeptisch. Zwar gebe es immer mehr Testkapazitäten. "Aber auf einen Schlag werden wir jetzt unsere Bevölkerung in den kommenden Tagen nicht durchtesten können. Insofern ist dieser Vorschlag für mich noch etwas abstrakt", sagte sie im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Nichtsdestotrotz werde sie sich die Vorschläge anschauen und sie prüfen, versicherte sie.

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