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In den vergangenen Jahren hat das Bardentreffen hunderttausende Menschen angezogen. In diesem Jahr entfällt die Großveranstaltung zum zweiten Mal

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    Nürnberger Bardentreffen entfällt – Sonderprogramm geplant

    Das Nürnberger Bardentreffen fällt auch in diesem Jahr coronabedingt aus. Stattdessen soll es ein Sonderformat geben. In der Innenstadt werden laut Angaben der Stadt Bühnen aufgebaut. Auch die Seebühne soll es wieder geben.

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    Von
    • Inga Pflug
    • Jonas Miller

    In die Kette der coronabedingten Veranstaltungsausfälle reiht sich nun auch das Nürnberger Bardentreffen ein. Der Festivalklassiker, der heuer Ende Juli geplant war, soll nun in einem pandemie-konformen Sonderformat stattfinden, teilt die Stadt Nürnberg mit. Demnach soll das Bardentreffen-Programm an zwei verschiedenen Standorten aufgegriffen werden: Ab Mitte Juni werde für voraussichtlich sechs Wochen eine Bühne am Rande der Altstadt aufgebaut. In Kooperation mit der Nürnberger Musikzenrale (MUZ) solle diese unter dem Motto "Musikspeicher – die Sommerbühne am Spittlertor" lokalen Kunstschaffenden als Plattform dienen.

    Seebühne am Dutzendteich statt Bardentreffen

    Zudem werde das Programm auf der Seebühne am Dutzendteich ab Ende Juni Akzente im Bereich Songwriter und Weltmusik setzen und somit den "roten Faden" des Bardentreffens aufgreifen, heißt es aus dem Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg. Dabei sollen Bands auf einer Ufer am Bühne spielen. Das Publikum soll sich die Konzerte dann aus Schlauch- und Ruderbotten auf dem Wasser anschauen können. So sollen die Hygieneregeln eingehalten werden können. Dieses Konzept habe sich bereits im vergangenen Jahr bewährt. Geplant sind Auftritte von regionalen und überregionalen Künstlern.

    OB König: Sonderprogramm soll Lebensgefühl zurückgeben

    Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU) bezeichnet das Sonderformat darin als ein "Leuchtzeichen mit Symbolkraft". Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) sieht in dem Ersatzprogramm einen kulturellen Hoffnungsschimmer für die Gesellschaft.

    "Wir denken positiv und sind zuversichtlich, dass wir mit diesen beiden Sonderformaten dazu beitragen können, der schwer angeschlagenen Kulturszene und dem kulturhungrigen Publikum zumindest ein Stück weit das Lebensgefühl zu ermöglichen, das ihnen und uns allen derzeit so sehr fehlt". Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

    In seiner üblichen Form zieht das Bardentreffen für gewöhnlich mehr als 200.000 Gäste und Musikschaffende aus aller Welt nach Nürnberg. Bereits im vergangenen Jahr war es pandemiebedingt ausgefallen.

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    Konzertbesucher bei der Seebühne auf dem Dutzendteich (Archiv, 2020)

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