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Nürnberg: Woche der Brüderlichkeit im Zeichen der Zivilcourage | BR24

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Im Historischen Rathaussaal in Nürnberg ist die diesjährige "Woche der Brüderlichkeit" eröffnet worden.

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Nürnberg: Woche der Brüderlichkeit im Zeichen der Zivilcourage

"Tu Deinen Mund auf für die Anderen": Unter diesem Motto steht die diesjährige "Woche der Brüderlichkeit", die im Historischen Rathaussaal in Nürnberg eröffnet worden ist. Ein Professor für Menschenrechte nahm die Gesellschaft dabei in die Pflicht.

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Über alle Konfessionen hinweg sollen bis zum 15. März unter anderem Exkursionen, Lesungen und Konzerte in ganz Franken die Verständigung von Menschen fördern. Organisiert hat die "Woche der Brüderlichkeit" die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken.

Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus

Der zunehmende, immer offen zu Tage tretende Antisemitismus stellt nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Zivilgesellschaft vor große Herausforderungen, so Gastreferent Heiner Bielefeldt. Es sei wichtig, gegen jegliche Form rassistischer Ausgrenzung aufzustehen und im Alltag sofort Widerspruch einzulegen, sagte der Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

"Wir erleben eine Brutalisierung der Sprache, ein Verschwörungs-Geraune, das Misstrauen säht, die Gesellschaft polarisiert und sogar unsere Demokratie zerreißen kann." Heiner Bielefeldt, Professor für Menschenrechte.

"Etz Chaim" verpflichtet zu religiöser Toleranz

Bei der Auftaktveranstaltung ist zudem der Schulpokal "Etz Chaim" (hebräisch für "Baum des Lebens") von der Nürnberger Holzgartenschule an das Johannes Scharrer Gymnasium weitergereicht worden. Die Schule, die den Pokal erhält, verpflichtet sich, ein Jahr lang das Miteinander der Religionen zum Schwerpunktthema des Schulalltags zu machen. Seit 70 Jahren setzt sich die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken für die Verständigung von Menschen ein.