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Nürnberg will Ausrichter der Jubiläumsgartenschau 2030 werden. Hier zu sehen: ein geschmücktes Fahrrad bei der Gartenschau in Lindau.

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    Nürnberg will Jubiläumsgartenschau 2030 ausrichten

    Die 50. Gartenschau im Jahr 2030 soll in Nürnberg stattfinden. Zumindest wenn es nach dem Nürnberger Stadtrat geht. Dieser hat die Bewerbung für die Landesgartenschau am Mittwoch beschlossen. Allerdings gab es auch Gegenwehr einiger Parteien.

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    Von
    • Karin Goeckel

    Erst am Mittwoch hieß es noch, Nürnberg wolle grüner werden. Jetzt soll die Stadt auch noch bunter werden. Noch bunter als bei der Regenbogen-Aktion am Max-Morlock-Stadion zum Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn. Denn die Stadt Nürnberg wird sich um die Jubiläumsgartenschau 2030 bewerben. Der Stadtrat entschied am Abend, dass die Stadt offiziell ihr Interesse bekunden soll.

    "Urbane Gartenschau" geplant

    In den kommenden Monaten soll ein Konzept für eine Gartenschau in der Nürnberger Altstadt erarbeitet werden, über das der Stadtrat dann erneut entscheiden muss. Geplant ist eine "urbane Gartenschau", die den Burggraben und angrenzende Bereiche in und außerhalb der Altstadt umfasst. Im so genannten Schneppergraben unterhalb der Kaiserburg befinden sich bereits Kleingärten.

    Nürnberger Altstadt soll mehr Grünflächen bekommen

    Mit der Gartenschau will Nürnberg Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels in einer dichtbebauten Innenstadt finden und zeigen. Deshalb soll nicht nur der Burggraben neugestaltet werden, sondern viele Plätze und Straßen in der Altstadt mehr Bäume und Grünflächen erhalten. Insgesamt hat die Stadt Nürnberg in der Altstadt wenige Grünflächen. Auch wird von den Altstadt-Bewohnern immer wieder gefordert, auf den gepflasterten Plätzen mehr Bäume zu pflanzen.

    Gartenschau-Bewerbung: SPD und Linke dagegen

    Den Beschluss, sich um die Gartenschau 2030 zu bewerben, hat der Stadtrat mit einer schwarz-grünen Mehrheit gefällt. 45 von 68 Stadträten stimmten dafür, 23 dagegen. Unter anderem lehnten die Fraktionen von SPD und Linken die Gartenschau-Pläne geschlossen ab. Sie befürworten zwar ebenfalls mehr Grün in der Stadt, wollen aber auch benachteiligte Stadtteile in die Planungen mit einbeziehen.

    Die Bewerbung für die Gartenschau 2030 muss bis April 2022 eingereicht werden. Im Sommer 2022 soll eine Entscheidung fallen. Die Landesgartenschau findet im Jahr 2030 zum 50. Mal statt.

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