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Verschärfte Corona-Maßnahmen treten in Nürnberg in Kraft | BR24

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Die Stadt Nürnberg hat den Corona-Grenzwert von 50 überschritten. Damit gelten zahlreiche Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger, die am Mittag vorgestellt wurden. Unter anderem gilt ab Samstag eine Maskenpflicht in der Innenstadt.

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Verschärfte Corona-Maßnahmen treten in Nürnberg in Kraft

Die Stadt Nürnberg hat den Corona-Grenzwert von 50 überschritten. Damit gelten zahlreiche Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger, die am Freitag vorgestellt wurden. Unter anderem gilt ab Samstag eine Maskenpflicht in der Innenstadt.

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Das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg hat bis Freitagmittag, 12.30 Uhr, 2.577 mit dem Coronavirus infizierte Nürnbergerinnen und Nürnberger registriert. Das ist ein Plus von 63 Fällen im Vergleich zum Tag zuvor. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner hat der Wert mit 51,9 Neuinfektionen in einer Woche den Grenzwert von 50 überschritten. Die Stadt Nürnberg hat daher weitergehende Maßnahmen zum Infektionsschutz auf der Basis der Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung angeordnet.

Maskenpflicht im Freien, Sperrstunde und Alkoholverbot

So wird in zahlreichen Bereichen der Nürnberger Innenstadt von Samstag an eine Maskenpflicht im Freien gelten. Das hatte die Stadt in einer virtuellen Pressekonferenz schon bekannt gegeben. Betroffen sind die Achsen von der Kaiserburg zum Hauptmarkt sowie die Fußgängerzonen. Die genauen Ortsangaben sind auf einem Plan, der auf der Internetseite der Stadt Nürnberg veröffentlicht wurde.

Ebenfalls sollen in allen öffentlichen Gebäuden, auf Begegnungs- und Verkehrsflächen wie Fahrstühlen oder Kantinen oder in Schulen und Bildungsstätten auch im Unterricht Masken getragen werden. Das gilt auch für Zuschauer von Sport- und Kulturveranstaltungen, Tagungen, Kongressen und Messen während der kompletten Dauer des Besuchs. Zudem wird es von 22.00 Uhr an eine Sperrstunde und ein Alkoholverbot in der Stadt geben. Tankstellen dürfen ab 22.00 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen.

Treffen mit maximal fünf Personen, außer Familie

Außerdem dürfen sich maximal nur noch fünf Menschen auf zwei Haushalte begrenzt treffen. "Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum ist im gesamten Stadtgebiet bis höchstens fünf Personen gestattet sowie mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie (etwa Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern), Geschwistern sowie Angehörigen aus höchstens einem weiteren Hausstand", heißt es in der Mitteilung.

Während OB König noch davon gesprochen hatte, dass auf privaten Feiern noch 25 Personen in geschlossenen Räumen und 50 Personen im Freien erlaubt seien, heißt es nun in der Mitteilung, dass auch private Feiern und Kontakte ebenfalls auf zwei Hausstände oder maximal fünf Personen begrenzt seien.

"Die Lage ist sehr ernst, die Zahlen sind sehr ernst." Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Es sei bedauerlich, so König, dass die Bundesregierung keine einheitliche Vorgehensweise vorgegeben habe. Man orientiere sich aber an den Vorgaben des Freistaats.

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Weil der Corona-Inzidenzwert der Stadt Nürnberg den Grenzwert 50 überschritten hat, kommen einige neue Regeln auf die Bürgerinnen und Bürger zu. Auch ob die Verbrauchermesse Consumenta Ende Oktober starten kann, steht noch nicht fest.

Consumenta und Christkindlesmarkt sind nicht sicher

Was die Verbrauchermesse Consumenta betrifft: Diese soll eigentlich kommende Woche am Samstag, den 24. Oktober, starten. Ob das so bleibt, soll Anfang der Woche entschieden werden. In einer schriftlichen Stellungnahme betonen die Ausstellungsmacher Henning und Thilo Könicke von der veranstaltenden AFAG, dass sie laufend im direkten Austausch mit der Stadt seien. Das Messekonzept sei für diese Lage entwickelt worden, alle neu erlassenen Maßnahmen der bayerischen Corona-Strategie seien bereits Bestandteil des Durchführungskonzeptes, heißt es weiter.

Bezüglich des Christkindlesmarkts sagte Oberbürgermeister König, man plane den Markt. Mit steigenden Corona-Zahlen sei das sicherlich schwieriger. Mit den aktuellen Maßnahmen hoffe man auf einen besseren Zahlenverlauf. Aktuell seien die Planungen nicht unterbrochen, alle Veranstaltungen würden von Woche zu Woche neu bewertet.

Doppelt so viele Corona-Patienten in Nürnberger Klinikum

Unterdessen habe das Nürnberger Klinikum eine Verdoppelung der Corona-Zahlen auf den Normalstationen zu verzeichnen, sagte König. Man habe sich zusammengesetzt, um Pläne für die kommenden Tage zu erarbeiten. Man müsse nicht in Panik verfallen, aber jetzt konsequent sein.

"Ziel sei es, die Schulen so lange wie möglich offen zu lassen." Marcus König, Nürnberger Oberbürgermeister

Bundeswehr hilft im Nürnberger Gesundheitsamt aus

Um die Verwaltung leistungsfähig zu halten, werde die Stadt außerdem auch von Montag an ihre Dienststellen aufstocken. Von der Bundeswehr werden von Montag an 20 Personen im Gesundheitsamt mitarbeiten. Auch Ärzte im Ruhestand wurden angefragt und Pensionisten aus der Stadtverwaltung. Es sei wichtig, dass Nürnberg leistungsstark in der Krise da ist, so König.

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Ein Teil der neuen Corona-Regeln in Bayern - je nach der Sieben-Tage-Inzidenz vor Ort.

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