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Nürnberg, Regensburg, Rosenheim: Demos gegen Corona-Maßnahmen | BR24

© BR/Rundschau

Einige Hundert Menschen haben an einem "Schweigemarsch" gegen die Corona-Maßnahmen in der Frankenmetropole teilgenommen.

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Nürnberg, Regensburg, Rosenheim: Demos gegen Corona-Maßnahmen

In mehreren bayerischen Städten haben am Sonntag wieder Menschen gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen im Freistaat demonstriert. In Nürnberg gingen etwa 750 Menschen auf die Straße, in Rosenheim bis zu 550, in Regensburg waren es nur einige Dutzend.

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Unter dem Motto "Schweigemarsch – gegen Diskriminierung und für Menschenrechte" hat am Nachmittag in Nürnberg eine Versammlung der "Querdenken"-Initiative stattgefunden. Angemeldet waren für den zweistündigen Aufzug durch die Innenstadt 500 Teilnehmer – nach Schätzungen der Polizei kamen etwa 750 Menschen.

Der Veranstalter hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, Flaggen, Schilder und Kleidung mit Parolen zu Hause zu lassen. Die Demonstranten forderten unter anderem, die nationale Pandemie ohne Impfstoff zu beenden und den Familien den Umgang mit alten und kranken Angehörigen selbst zu überlassen. Demo und Umzug seien friedlich verlaufen, so die Polizei. Der Innenstadtring war während des Umzuges teilweise für den Verkehr gesperrt.

"Querdenken"-Demo auch in Rosenheim - 550 Teilnehmer

Auch im oberbayerischen Rosenheim gingen erneut Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße. An einer Kundgebung der "Querdenken-Initiative" am Nachmittag haben auf dem Höhepunkt der Demonstration rund 550 Personen teilgenommen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zieht ein positives Fazit. Es sei eine sehr friedliche Versammlung mit einer großen Kooperationsbereitschaft des Versammlungsleiters und der Teilnehmer gewesen. Auflagenverstöße, etwa gegen die Maskenpflicht, habe es nur wenige gegeben. In einem Fall sei eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte erfolgt, so die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Von der Versammlung waren zuvor einige Personen ausgeschlossen worden, die mit einer weißen Armbinde angetroffen wurden. Darauf war ein Davidstern mit der Aufschrift "Massentest" aufgedruckt. Damit sollte offensichtlich provokativ zum Ausdruck gebracht werden, dass das Judentum für „Zwangsimpfungen“ verantwortlich sei, so das Polizeipräsidium.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, nachdem eine Querdenker-Kundgebung am vergangenen Dienstag teils aus dem Ruder gelaufen war.

50 Teilnehmer beim "Schweigemarsch" in Regensburg

In der Oberpfalz nahmen am Nachmittag an einem weiteren "Schweigemarsch" durch Teile der Regensburger Innenstadt etwa 50 Menschen teil. Die meisten trugen Masken, auch auf die Einhaltung von Abständen wurde geachtet. Mehr Teilnehmer waren im Vorfeld nicht erlaubt worden.

Kleinere Gruppen von Gegendemonstranten hatten sich vor allem in der Nähe des Dultplatzes auf dem Pfaffensteiner Steg und einer angrenzenden Grünfläche aufgebaut. Auf dem Dultplatz gab es am Abend noch eine kurzfristig anberaumte größere Kundgebung mit 130 Teilnehmern.

Die Polizei war den ganzen Tag über mit einem größeren Aufgebot vor Ort und begleitete auch den "Schweigemarsch". Gegen einige Gegendemonstranten, die versuchten, den Marsch und die Kundgebung zu stören, mussten Platzverweise ausgesprochen werden. Insgesamt zog die Polizei aber eine positive Bilanz.

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