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Polizeiwagen in St. Johannis
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Claudia Grimmer
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Polizeiwagen in St. Johannis

Bereits Ende Januar habe der mutmaßliche Täter, der im vergangenen Dezember drei Frauen im Nürnberger Stadtteil St. Johannis mit einem Messer niedergestochen haben soll, die Taten eingeräumt. Das teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Antje Gabriels-Gorsolke, mit.

Angriffe auf Frauen in St. Johannis ohne Motiv?

Der Mann habe von sich aus um einen Vernehmungstermin gebeten. "Er gab an, sein Gewissen erleichtern zu wollen," so die Sprecherin. Er nannte aber kein Motiv für seine Angriffe. Der Mann könne sich selbst die Taten nicht erklären und auch keine Auskunft dazu geben, warum er genau diese Frauen angegriffen habe, so Gabriels-Gorsolke. Es seien Zufallsopfer gewesen. Die Staatsanwaltschaft ermittle weiterhin wegen versuchten Mordes.

Frauen mit Messer lebensgefährlich verletzt

Im Moment konzentrieren sich die Ermittlungen darauf, genaue Einzelheiten über den Tagesablauf des mutmaßlichen Täters zu erfahren. Zugleich wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der 38-Jährige, geboren in Sachsen-Anhalt, wird beschuldigt, am 13. Dezember drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren niedergestochen und schwer verletzt zu haben. Zwei der Frauen befanden sich zeitweise in Lebensgefahr.

Eine Polizeistreife hatte den mehrfach vorbestraften Mann ohne festen Wohnsitz einen Tag später in der Nähe der Tatorte festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Absperrung eines Tatorts in St. Johannis

Absperrung eines Tatorts in St. Johannis