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Nürnberg: Kundgebung gedenkt des Kriegsendes vor 75 Jahren | BR24

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Teilnehmerin der Kundgebung in Nürnberg

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    Nürnberg: Kundgebung gedenkt des Kriegsendes vor 75 Jahren

    Mohnblumen als Symbol des Gedenkens: Mit einer Kunstaktion haben Teilnehmer einer antifaschistischen Kundgebung in Nürnberg an den 75. Jahrestags des Kriegsendes in Europa erinnert. Der Liedermacher Konstantin Wecker unterstützte die Aktion.

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    Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Die Wehrmacht kapitulierte bedingungslos, Europa war vom Nationalsozialismus befreit. Auch in Nürnberg wurde nun dem "Tag der Befreiung" gedacht. Für den ersten Teil der Aktion beim Rathaus trugen die Aktivisten und Aktivistinnen Mohnblumen des in Nürnberg geborenen Künstlers Walter Kuhn, der auch als einer der Redner auftrat.

    Mohnblumen als Symbol des Gedenkens

    Seine Mohnblumen stehen als Symbol des Gedenkens an alle Opfer von Kriegen und faschistischem Terror. Außerdem war eine Botschaft des Liedermachers Konstantin Wecker zu hören sowie seine Neufassung von Ludwig van Beethovens "Ode an die Freude", die er speziell für den Anlass umgedichtet hatte. Anschließend ging es am Platz der Opfer des Faschismus in der Nürnberger Südstadt weiter.

    Zeichen gegen Nationalismus

    Wegen der Corona-Pandemie musste die Kundgebung völlig anders als geplant ablaufen und war auf höchstens 50 Teilnehmer begrenzt. Aufgerufen hatte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVB-BdA), gegründet im März 1947. Mit ihrer Aktion wollten die Veranstalter ein Zeichen gegen neuen und alten Nationalismus und Rassismus setzen.

    8. Mai zum dauerhaften Feiertag machen?

    Der 8. Mai ist heuer in Berlin ein einmaliger gesetzlicher Feiertag. Von den Grünen und der SPD im Bund kommt der Vorschlag, dass das bundesweit Schule machen sollte. Der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Ludwig Spaenle (CSU) ist ebenfalls dafür. Auch die Nürnberger Antifaschisten unterstützen die Forderung, den Tag zu einem deutschen Feiertag zu erklären. Außerdem engagieren sie sich dafür, dass der Nürnberger Platz der Opfer des Faschismus würdig umgestaltet wird.

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