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Nürnberg investiert 330 Millionen Euro für Bildung | BR24

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An der Gretel-Bergmann-Schule gibt es ein spezielles Projekt, das den Schülern und Schülerinnen bessere Chancen für den Übertritt ermöglichen soll: dazu kommen die Erzieherinnen aus dem Hort auch am Vormittag in den Schulunterricht.

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Nürnberg investiert 330 Millionen Euro für Bildung

Die Stadt Nürnberg gibt in den kommenden vier Jahren rund 330 Millionen Euro aus für Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Horte und Krippen. Das ist rund jeder vierte Euro, den die Stadt investiert.

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Die Stadt Nürnberg investiert so viel in Bildung wie nie zuvor. In den kommenden vier Jahren werden es rund 330 Millionen Euro sein. Das sei rund jeder vierte Euro, den die Stadt investiere, sagte Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) bei der Vorstellung des kommunalen Bildungsberichts.

Bildungsgerechtigkeit soll verbessert werden

Ein Grund dafür sei das beständige Wachstum der Bevölkerung. Außerdem müsse die Bildungsgerechtigkeit verbessert werden. So gebe es in Nürnberg Grundschulen mit einer Übertrittsquote von 80 Prozent auf weiterführende Schule. An anderen Schulen liege diese Quote lediglich bei 16 Prozent.

"Das ist unerträglich. Die Kinder an der einen Schule sind nicht dümmer als die an der anderen Schule." Ulrich Maly, Oberbürgermeister Nürnberg

Um das auszugleichen, werden alle Schulen in der Stadt künftig ein Ganztagesangebot haben. Zudem werden immer mehr Schulsozialarbeiter eingesetzt, um auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern zu erreichen.

Nürnberg bundesweit vorne

Rund 1.400 Schüler aus sozial schwachen Familien nutzen das Angebot, Nachhilfestunden mit Bildungsgutscheinen zu bezahlen. Dieses Angebot wird aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes finanziert. "Wir erreichen 75 Prozent aller Kinder, die einen Anspruch auf diese Leistungen haben", sagte Maly. Damit liege die Stadt bundesweit ganz vorne.

Eher Schnecke als Rennmaus

Maly nutzte die Vorstellung des Berichts auch für eine bildungspolitische Bilanz seiner Amtszeit. So sei die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, seit 2002 um rund ein Drittel auf 14 Prozent gesunken. Die Übertrittsquote nach der Grundschule auf die Realschule oder das Gymnasium sei in diesem Zeitraum von 47 auf 63 Prozent gestiegen. Gab es 2002 lediglich für zwei Prozent der unter Dreijährigen einen Krippenplatz, sei dieser Wert heute auf 36 Prozent angewachsen. Trotz aller Freude, diese positiven Entwicklungen seien eher eine Schnecke als eine Rennmaus, sagte Maly.