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Nürnberg: Gutachten zur Schuldfähigkeit im Messerstecher-Prozess | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2019

Angeklagter sitzt auf Bank im Gerichtssaal

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    Nürnberg: Gutachten zur Schuldfähigkeit im Messerstecher-Prozess

    Ist der mutmaßliche Messerstecher von St. Johannis schuldfähig oder nicht? Aufschluss darüber soll ein psychiatrisches Gutachten geben. Auch die Gefährlichkeit des Angeklagten ist Thema im Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.

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    Im Dezember 2018 soll der 39-Jährige im Nürnberger Stadtteil St. Johannis drei ihm völlig unbekannte Frauen mit einem Messer angegriffen haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollte der damals obdachlose Mann die Frauen töten. Ohne ärztliche Hilfe hätten sie nicht überlebt. Warum er auf die Frauen einstach, kann sich der Angeklagte nach eigener Aussage nicht erklären.

    Gutachten entscheidet über Gefängnis oder Psychiatrie

    Das psychiatrische Gutachten, das am Donnerstag (10.10.19) vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth vorgestellt wird, soll Aufschluss über die Schuldfähigkeit des 39-Jährigen geben. Außerdem gehe es in der Verhandlung darum, die Gefährlichkeit des Angeklagten zu beurteilen, sagte Gerichtssprecher Friedrich Weitner dem Bayerischen Rundfunk. Von der Einschätzung des Experten hängt es ab, ob der Mann im Falle einer Verurteilung ins Gefängnis muss oder in der Psychiatrie untergebracht wird. Auch das Strafmaß wird von dem Gutachten beeinflusst.

    Angeklagter im Messerstecher-Prozess kann sich Tat nicht erklären

    Der Angeklagte selbst hatte sich im Prozess bei den Opfern entschuldigt. Er könne sich sein Vorgehen nicht erklären, sagte er. Weitere Angaben machte er nicht. Über seinen Anwalt gab er die Tat aber zu. Das Gutachten könnte daher auch bei der Frage nach dem Motiv relevant sein, so Gerichtssprecher Weitner. Ein Urteil wird für Dienstag, den 15. Oktober erwartet.