BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Sylvia Schubart-Arandt/BR-Mainfranken
Bildrechte: Sylvia Schubart-Arandt/BR-Mainfranken

Die Kneipp-Anlage in Frammersbach

1
Per Mail sharen

    Nüdlingen, Rieneck und Thüngen bekommen neue Kneipp-Anlagen

    Kneipp-Fans in Unterfranken können sich freuen: Die drei Gemeinden Nüdlingen, Rieneck und Thüngen planen neue Anlagen zum Wasser treten. Der Freistaat Bayern hat dafür Fördermittel bereitgestellt. Anlass ist der 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp.

    1
    Per Mail sharen
    Von
    • Sylvia Schubart-Arand
    • BR24 Redaktion

    Wie ein Storch durch eiskaltes Wasser waten: So lässt sich das "Kneippen" am besten beschreiben. Und das soll auch noch gesund sein: Das sogenannte Wasser treten soll unter anderem den Kreislauf anregen, abhärten und gegen Krampfadern helfen. Kneipp-Fans in Unterfranken bekommen schon bald neue Möglichkeiten, ihrer Leidenschaft nachzugehen.

    Nüdlingen, Rieneck und Thüngen bekommen neue Kneipp-Anlagen

    Denn die drei unterfränkischen Gemeinden Nüdlingen im Landkreis Bad Kissingen, Rieneck und Thüngen im Landkreis Main-Spessart planen, jeweils eine neue Kneipp-Anlage zu errichten. Sie gehören zu den 19 Orten, die nun eine Zusage vom Bayerischen Wirtschaftsministerium erhalten haben. Insgesamt haben sich 106 Gemeinden mit Projekten beworben. Anlässlich des 200. Geburtstags von Pfarrer Sebastian Kneipp hat das Bayerische Wirtschaftsministerium das Sonderprogramm "Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen" in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgelegt. Eigentlich sollen die Bürgermeister den Förderbescheid persönlich in München entgegennehmen. Doch wegen Corona wurde die Veranstaltung abgesagt.

    Jeder Ort erhält maximal 18.000 Euro

    Die Förderhöchstsumme pro Projekt liegt bei maximal 18.000 Euro bei einer Eigenbeteiligung der Kommune von mindestens zehn Prozent. Allerdings gibt es eine Auflage: Die Anlage muss kostenfrei nutzbar sein. Mit der Finanzspritze will etwa die Stadt Rieneck im Spessart eine naturnah gestaltete Wassertretanlage am Fließenbach finanzieren. Die Kommune hat in ihrem diesjährigen Haushalt 30.000 Euro dafür bereitgestellt. Und auch Thüngens Bürgermeister Lorenz Strifsky (SPD) will den Freizeitbereich an der Wern und am dortigen Radweg noch attraktiver gestalten. Burgsinn, Dingolshausen, Eisingen und Heigenbrücken hatten sich ebenfalls mit ihren Projekten um Fördermittel beworben. Die Regierung von Unterfranken prüft in den kommenden Wochen die weiteren Förderanträge.

    Pfarrer Sebastian Kneipp vor 200 Jahren geboren

    Das Sonderprogramm "Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen" unterstützt die Kommunen bei Errichtung, Erweiterung, Instandsetzung, Umbau und Modernisierung von öffentlich zugänglichen Kneipp-Anlagen. "Kneipp war ein Pionier im bayerischen Gesundheitstourismus und seine Lehre ist bis heute ein fester Bestandteil dieses Gesundheitstourismus", so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Viele bayerische Erholungsorte bis hin zu den hoch prädikatisierten Kneipp-Kurorten und Heilbädern würden ihren Gästen therapeutische Hilfe auf Grundlage der Kneippschen Lehre bieten. Kneipp-Anlagen würden bei Prävention, Genesung und Gesunderhaltung eine wertvolle therapeutische Unterstützung geben – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, so der Minister.

    Drei Säulen der Kneippschen Lehre

    Die Kneippsche Lehre basiert auf drei Säulen: Bewegung, innere Ordnung und die bekannten Güsse und Bäder mit kaltem Wasser. Während der Kur geht es vor allem darum, diese Anwendungen zu einer Gewohnheit im Alltag zu machen.

    "Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!