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NSU 2.0: Landshuter Ex-Polizist auf rechten Portalen unterwegs? | BR24

© Aleksei/stock.adobe.com

Symbolbild Internet und Social Media.

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    NSU 2.0: Landshuter Ex-Polizist auf rechten Portalen unterwegs?

    Wegen der rechtsextremen "NSU 2.0" Drohmails hatte es in Landshut zwei vorläufige Festnahmen gegeben: Ein Ex-Polizist soll für einige der Mails verantwortlich sein. Ist er auch als regelmäßiger Verfasser auf rechten Portalen aktiv?

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    Der in Landshut kurzzeitig festgenommene Ex-Polizist, der für einige der NSU 2.0-Drohschreiben verantwortlich sein soll, ist anscheinend auf rechtsextremen und islamfeindlichen Portalen wie "PI News" aktiv.

    Volksverhetzende Beiträge im Internet

    Dort soll er unter dem Namen "Eugen Prinz" bekannt sein. Das haben Internetrecherchen des BR ergeben. Der ehemalige Landshuter Polizist Hermann S. habe als "Eugen Prinz" in den letzten Jahren fast täglich Beiträge volksverhetzender Natur, unter anderem gegen Geflüchtete, Migranten, Antifaschisten und Feministinnen verfasst.

    Gut vernetzt in der Landshuter Lokalpolitik

    Hermann S. unterhalte nicht nur Kontakte in die bundesweite rechte Szene, sondern könnte auch in der lokalen Politik gut vernetzt sein: So wurde er anscheinend auf einer Kundgebung des islamfeindlichen Extremisten Michael Stürzenberger in Landshut gesehen und schrieb seit 2015 gelegentliche Gastbeiträge bei "Klartext LA – Die Plattform für den Bürgerjournalismus". Diese Seite betreibt laut Impressum ein Landshuter CSU-Stadtrat.

    Nur ein "Trittbrettfahrer"?

    Dort habe sich Hermann S. wohl fremdenfeindlich geäußert und Inhalte, die auch auf "PI News" erschienen waren, veröffentlicht. Das öffentliche Facebookprofil von Hermann S. soll sich in der Freundesliste von Lokalpolitikern – hauptsächlich von CSU und AfD – befinden.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Montag (27.07.) in Bezugnahme auf den Ex-Polizisten noch von einem "möglichen Trittbrettfahrer" gesprochen.

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