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NS-Doku-Zentrum: Kostenexplosion am Obersalzberg | BR24

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Der Haushaltsausschuss des Landtags hat sich heute über die Kostensteigerungen beim NS-Dokumentationszentrum in Berchtesgaden informiert. Die Abgeordneten besuchten die Baustelle am Obersalzberg.

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NS-Doku-Zentrum: Kostenexplosion am Obersalzberg

Der Obersalzberg bei Berchtesgaden war Hitlers Feriendomizil und NS-Kommandozentrale in einem. Nun gibt es im Landtag massiven Ärger über die Kostenexplosion beim Umbau des NS-Dokumentationszentrums - schon zum zweiten Mal.

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Der Umbau des NS-Dokumentationszentrums auf dem Obersalzberg entwickelt sich zum Finanzdebakel: Nach der neuesten Schätzung des Bauministeriums wird das Projekt in den Berchtesgadener Alpen nun 30 Millionen Euro kosten. Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Landtags hervor. Das ist mehr als doppelt so viel wie die ursprünglich vorgesehenen 14,3 Millionen Euro.

Kosten steigen zum zweiten Mal

Schon 2017 hatte es großen Unmut gegeben, weil die Kosten auf mehr als 21 Millionen Euro gestiegen waren. Nun wird es noch einmal erheblich teurer - das Ministerium macht Planungsfehler eines Beteiligten dafür verantwortlich. Die Grünen warfen der Staatsregierung am Donnerstag eine Mitschuld vor:

"Das CSU-Bauministerium geht hier nicht nur völlig verantwortungslos mit Steuergeldern um. Es setzt sich auch nonchalant über bindende Beschlüsse des Landtags hinweg." Tim Pargent, Finanzpolitischer Sprecher, Grüne

Weiter erklärte Pargent, wenn der Gesetzgeber einen Kostendeckel beschließe und das Ministerium diesen nicht nur lupfe, sondern den Topf explodieren lasse, sei das eine Unverschämtheit.

"Jetzt müssen Verantwortlichkeiten geklärt und der Schaden minimiert werden." Tim Pargent, Finanzpolitischer Sprecher, Grüne

Landtag entscheidet über weitere Gelder

Der Landtag wird informiert, weil die Abgeordneten die Entscheidungsgewalt über die Ausgaben der Staatsregierung haben - bisher sind aber nur 21 Millionen Euro für den Umbau genehmigt. Sollte der Landtag seine Zustimmung verweigern, dürfte nicht weitergebaut werden, sobald die ausgegeben sind.

Obersalzberg: Hitlers Urlaubsdomizil

Der Obersalzberg bei Berchtesgaden diente der NS-Führung als hermetisch abgeriegeltes Urlaubsdomizil, Adolf Hitler empfing dort auch Staatsgäste. Das ehemalige Hitler-Anwesen und der Großteil der übrigen NS-Bauten wurden in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs bei Bombenangriffen zerstört, die Ruinen später abgerissen. Erhalten sind jedoch unterirdische SS-Bunker, von denen ein kleiner Teil für die Ausstellung des Dokumentationszentrums genutzt wird.

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