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Notstand und Masterplan - Kommunen wollen mehr Klimaschutz | BR24

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Der Klimawandel macht den Kommunen schwer zu schaffen. Der Städte- und Gemeindebund fordert nun einen bundesweiten Masterplan. Sonst seien die Ziele zur Einsparung von CO2 nicht zu erreichen.

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Notstand und Masterplan - Kommunen wollen mehr Klimaschutz

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert einen Masterplan Klimaschutz. In Konstanz spricht man schon vom "Klimanotstand". Auch der bayerische Städtetags-Vorsitzende Gribl fordert konsequentes Handeln - und mehr Unterstützung für die Kommunen.

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Konstanz meint es offenbar ernst mit dem Klimaschutz. Die Stadt hat in dieser Woche den "Klimanotstand" ausgerufen. Hinter dem Begriff mit eher symbolischer Bedeutung verbergen sich eine Reihe von Klimaschutzmaßnahmen. So soll etwa die Einstellung eines Energiemanagers für städtische Gebäude und eines Mobilitätsmanagers ebenso geprüft werden wie die klimaneutrale Energieversorgung von Neubauten.

Gribl: Konsequentes Handeln zum Klimaschutz auf allen Ebenen

Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), erklärte am Samstag auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks: "Es ist so, dass sämtliche Interessenverbände der Kommunen das Thema Klimaschutz auf der Agenda haben." Er glaube nicht, dass man den Notstand ausrufen müsse, sagte Gribl weiter. Was man aber brauche sei konsequentes Handeln zum Klimaschutz und das Engagement auf allen Ebenen, auf der Ebene der Bürger, der Kommunen, des Landes und des Bundes.

Deutscher Städte- und Gemeindebund fordert bundesweiten Masterplan

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, forderte am Samstag einen deutschlandweiten Masterplan Klimaschutz. Inzwischen wüssten alle, dass eine Verkehrswende notwendig sei, die mehr öffentlichen Personennahverkehr und weniger Individualverkehr ermögliche, sagte Landsberg den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Bund und Länder sollten dafür mehr Geld bereitstellen. Auch für Bürger müsse es mehr Anreize geben, sich noch aktiver einzubringen.

Umweltministerin verspricht: 2019 kommen wir beim Klimaschutz voran

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigte sich optimistisch. "Wir müssen handeln. Es geht um die Zukunft der nächsten Generationen", sagte die Ministerin. Und versprach: "2019 wird das Jahr sein, wo wir im Klimaschutz endlich vorankommen." Bis Ende des Jahres plant die Bundesregierung ein Klimaschutzgesetz auf den Weg zu bringen.