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Notorischer Schwarzfahrer aus Gilching zu Geldstrafe verurteilt | BR24

© BR/Natasha Heuse

Ticketstempelgerät in einem Bus.

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    Notorischer Schwarzfahrer aus Gilching zu Geldstrafe verurteilt

    Wegen notorischen Dauerschwarzfahrens hat das Jugendgericht Starnberg einen 21-Jährigen aus Gliching zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt, die er an einen gemeinnützigen Verein zahlen muss.

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    Das Jugendgericht Starnberg hat einen Schwarzfahrer aus Gilching zu einer Geldauflage von 900 Euro verurteilt. Der Grund: Erschleichung von Leistungen in 16 Fällen. Der junge Mann aus Gilching kauft sich aus Protest schon seit Jahren keine Fahrkarten mehr, er hat immer ein Schild dabei "Ich fahre ohne gültige Fahrkarte".

    Für den Richter stand fest: Egal ob er ein Schild dabei hat oder nicht, wer einfach einsteigt, der erschleicht sich eine Leistung. Der Schwarzfahrer und sein Rechtsbeistand waren da anderer Meinung. Sie meinen: Wer so ein Schild dabei hat, der ist nicht als Schwarzfahrer strafbar.

    Für weitere Schwarzfahrten droht Gefängnisstrafe

    Der 21-Jährige fordert mit seinen Protesten den Nulltarif im ÖPNV. Eine Tageskarte für den Innenraum kostet in München allein 7 Euro. Fürs Gesamtnetz werden sogar 13 Euro fällig. Preise, die sich nicht jeder leisten kann - und will. Der nun Verurteilte will verhindern, dass Menschen mit weniger Geld diskriminiert und zu Straftaten verleitet werden.

    Gegen das Urteil wurden Rechtsmittel eingelegt. Seinen Protest will der 21-Jährige weiterführen. Sollte er in Zukunft wieder mehrmals ohne Ticket erwischt werden, muss er vor das Erwachsenengericht. Notorischen Wiederholungstätern drohen dort bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe.