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Der Meteorit "Stubenberg"

Er ist von einer schwarzen Schmelzkruste überzogen und in etwa so groß wie ein Backstein: der niederbayerische Meteorit „Stubenberg“. Der Förderverein des Nördlinger Rieskratermuseums will den Meteoriten ins Ries holen und sucht dafür jetzt private Sponsoren.

Der Meteorit „Stubenberg“ fiel am 06. März 2016 in Niederbayern vom Himmel. Viele Anwohner alarmierten damals die Polizei, weil sie eine Feuerkugel sahen. Übrig geblieben ist davon ein 1,3 Kilo schweres Stück des Steinmeteoriten. Es gehört zur Hälfte dem Finder und zur anderen Hälfte dem Besitzer des Waldgrundstücks, auf dem der Meteorit niederging.

Rund 200.000 Euro wert

Stefan Hölzl, Leiter des Rieskratermuseums, schätzt, dass der Meteorit bis zu 200.000 Euro wert ist. Laut einer Mitteilung der Stadt Nördlingen sind von den beobachteten und gefundenen sieben Meteoriten, die in den letzten 233 Jahren zur Erde fielen, lediglich drei noch unversehrt erhalten. Einer davon, der Meteorit "Neuschwanstein", ist bereits im Rieskratermuseum zu sehen.

Kosmische Katastrophe vor 15 Millionen Jahren

Im Nördlinger Ries schlug vor rund 15 Millionen Jahren ein ein Kilometer großer Meteorit ein. Der Einschlagskrater mit einem Durchmesser von 25 Kilometern gehört zu den am besten erhaltenen Kratern weltweit.

Autoren

Tobias Chmura
Matthias Lauer

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 14.09.2018 - 10:30 Uhr