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Nockherberg: Das erwarten Politiker vom Derblecken | BR24

© picture alliance/Tobias Hase/dpa

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (links) und Ministerpräsident Markus Söder mit ihren Doubles auf dem Nockherberg 2019.

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    Nockherberg: Das erwarten Politiker vom Derblecken

    Spott und Häme – aber bitte auch nicht zu viel: Für Politiker ist der Nockherberg vor allem dann ein Vergnügen, wenn es sie nicht selbst trifft. Was sie dieses Jahr von Fastenpredigt und Singspiel erwarten.

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    Von
    • Tobias Brunner

    Mit dem Derblecken am Nockherberg ist es für Politiker ja so eine Sache: Einerseits gilt es als Ehre, wenn man sich in Fastenpredigt oder Singspiel wiederfindet. Andererseits soll es aber auch bitte nicht so derb sein, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt.

    Manche Politiker haben dabei durchaus ihren festen Platz: Ein Derblecken ohne den bayerischen Ministerpräsidenten etwa? Undenkbar. Aber wer könnte überhaupt alles vorkommen und was erwarten bekannte Politiker von dem Abend?

    Dieter Reiter: Nockherberg wird unterhaltsam

    Da ist zum Beispiel der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. Er gibt sich recht unverbindlich: „Ich freue mich wie jedes Jahr auf den Nockherberg und bin gespannt, ob und wie meine Rolle ausgestaltet ist.“ Und: „Auf jeden Fall bin ich sicher, dass es ein unterhaltsamer Abend wird.“

    Katharina Schulze: Klimakrise, Demokratie und Kommunalwahl

    Deutlich weiter nach vorne wagt sich hingegen Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag. "Derbleckt werden gehört als Politikerin dazu", sagt sie. Schulze rechnet damit, dass es vor allem um Klimakrise, Demokratie und die Kommunalwahl gehen wird. Und sie hat auch einen Favoriten: "CSU-Bundesverkehrsminister Scheuer hat meiner Meinung nach eine klare Ansprache verdient."

    Andreas Scheuer: Befürchtung, schlecht wegzukommen

    Dass der Verkehrsminister wegen der Maut die eine oder andere verbale Watschn bekommt, ist nicht unwahrscheinlich. Er selbst nimmt es lakonisch. Wie groß die Befürchtung sei, schlecht wegzukommen? "Die Befürchtung und Erwartung besteht", sagt Scheuer. Ratschläge, wer mal so richtig derbleckt werden sollte, will er nicht geben – daran würden sich die Singspiel-Macher sowieso nicht halten.

    Hubert Aiwanger: Scheinheiliger Klimaschutz

    Von der bayerischen Staatsregierung erwartet auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, dass es um das Klima und für ihn damit auch um Scheinheiligkeit gehen wird – nach dem Motto: "Andere nicht mehr Auto fahren lassen wollen, selber aber in Urlaub fliegen." Dabei sieht Aiwanger die Grünen als Kandidaten fürs Derblecken: Sie würden Konsumverzicht predigen, aber seien selbst Vielflieger.