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Noch Tausende offene Stellen | BR24

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Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, im Interview mit der Bayern 2-radioWelt: "Wir haben ungefähr 17.300 neue Lehrverträge. Der Wermutstropfen ist, dass wir noch Tausende offene Ausbildungsstellen haben."

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Noch Tausende offene Stellen

Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, im Interview mit der Bayern 2-radioWelt: "Wir haben ungefähr 17.300 neue Lehrverträge. Der Wermutstropfen ist, dass wir noch Tausende offene Ausbildungsstellen haben."

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Besonders viele offene Stellen gebe es im Lebensmittelhandwerk, so Peteranderl: "Sei es bei den Bäckern, sei es für Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk. Es gibt Probleme auch bei den Frisören und auch bei den Metallbauarbeitern."

Es liegt nicht an der Höhe des Lohns

Ein besserer Lohn während der Ausbildung würde laut Peteranderl die Situation nicht verbessern: "Die Ausbildungsvergütung ist keine Leistungsentlohnung, sondern sie entspricht einer Vergütung für die allgemeine Lebenssituation. Da haben wir bei den Frisören eine relativ niedrige Ausbildungsvergütung, allerdings sehen wir bei den Gewerken, die sehr hohe Ausbildungsvergütungen haben, auch keinen exorbitanten Zuwachs." Als Beispiele nennt der Verbandspräsident den Bereich Bau und Ausbau sowie den Kfz-Bereich.

Vergünstigte Fahrkarten für Azubis

Stattdessen fordert Peterandel eine Verbesserung der Rahmenbedingungen während der Ausbildung: "Dass wohnortnäher die gesamten Angebote stattfinden, dass die Jugendlichen bessere Verkehrsanbindungen bekommen, dass sie ähnlich wie eine Studentenkarte auch eine vergünstigte Karte für den öffentlichen Nahverkehr bekommen."

Abschiebe-Risiko möglichst vor Vertragsabschluss klären

Hinsichtlich des Risikos, Flüchtlinge auszubilden, die abgeschoben werden könnten, erklärte der Verbandspräsident: "Wir beraten unsere Betriebe insofern, dass sie vor Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages mit der zuständigen Ausbildungsbehörde klären, dass dieser Jugendliche auf jeden Fall während des Ausbildungsverhältnisses und dann die nächsten zwei Jahre [...] mit keiner Abschiebung zu rechnen hat."