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Nitrat im Trinkwasser: Fränkische Brunnen teils stark belastet | BR24

© BR/Thorsten Gütling

In einigen fränkischen Brunnen wurden hohe Nitratwerte gemessen.

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Nitrat im Trinkwasser: Fränkische Brunnen teils stark belastet

Wasser ist nicht gleich Wasser in Franken. Zu diesem Ergebnis kam ein Verein, der die Qualität von Trinkwasser aus 23 privaten Brunnen untersucht hat. Das Ergebnis: Teilweise war die Schadstoffbelastung stark erhöht.

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In ganz Deutschland sind die Mitglieder des Vereins zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse, kurz VSR, mittlerweile unterwegs. Ihr Ziel: auf Verunreinigungen des Grund- und Oberflächenwassers aufmerksam machen. Jetzt hat der Verein Wasserproben von 23 privaten Brunnen in Ober- und Mittelfranken unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Grenzwerte für Nitrat im Wasser waren teils deutlich erhöht.

Verordnung regelt, wieviel Nitrat im Trinkwasser sein darf

In einem Liter Wasser dürfen nur 50 Milligramm Nitrat sein. Das regelt die deutsche Trinkwasserverordnung. Unter den Wasserproben, die der Verein VSR-Gewässerschutz in Ober- und Mittelfranken untersucht hat, fanden sich aber fast doppelt so hohe Werte. Spitzenreiter war ein Brunnen im Roßtaler Ortsteil Kleinweismannsdorf (Lkr. Fürth) mit 93 Milligramm Nitrat.

VSR: Landwirtschaft schuld am hohen Nitratgehalt

Schuld an den zu hohen Werten sei die intensive Landwirtschaft, die zu viel Gülle auf den Feldern ausbringe, erklärt der Verein. Die derzeitige Düngeverordnung sei demnach nicht ausreichend.

Die Gewässerschützer raten davon ab, belastetes Wasser zum Befüllen von Gartenteichen zu verwenden. Das könnte zu einer vermehrten Algenbildung und schließlich zu einem Fischsterben führen. Auch zum Gießen von selbst angebautem Gemüse sei das nitratreiche Wasser nicht geeignet.