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Nikolauskonvoi aus Burgau bringt Geschenke nach Rumänien | BR24

© Mittags in Schwaben

Bei uns werden Geschenke zurückgeschickt und da unten haben sie nichts, erzählt Lkw-Fahrlehrer Peter Eisenkolb. Mit dem Nikolauskonvoi aus Burgau fährt er nach Rumänien, um Kindern eine Freude zu machen. Heuer begleitet ihn seine Tochter Ina.

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Nikolauskonvoi aus Burgau bringt Geschenke nach Rumänien

Unsere Geschenke sind oft die Einzigen, die die Kinder in Rumänien bekommen, sagt Marko Stark vom Verein "Hinsehen und Helfen". Mit dem Nikolauskonvoi aus Burgau ist er aufgebrochen, um 1.400 Kilometern entfernt Kindern eine Freude zu machen.

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Seit sechs Jahren schickt der Verein "Hinsehen und Helfen" von Burgau im Landkreis Günzburg aus einen Nikolauskonvoi nach Rumänien. Auch heute früh sind wieder über 40 Fahrerinnen und Fahrer aufgebrochen - mit über 10.000 Weihnachtspäckchen und Hilfsgütern für die Region Craiova.

Mindestens 25 Stunden Fahrt bis ans Ziel in Rumänien

Knapp 1.400 Kilometer sind es bis ans Ziel. Wenn alles gut geht, schaffen sie die Fahrt in 25 Stunden, sagt Marko Stark vom Verein Hinsehen und Helfen. Doch die Reisestrapazen halten die Ehrenamtlichen des Nikolauskonvois nicht von ihrer Aufgabe ab. Jeder, der schon mal dabei war, weiß, was einen vor Ort erwartet und warum er die Mühen auf sich nimmt. Jenseits der Karpaten gebe es oft kein fließendes Wasser, die Menschen lebten in Baracken oder zusammengeschusterten Häusern, beschreibt Stark die Erinnerungen an frühere Reisen. "Für viele Kinder ist es das einzige Geschenk, das sie zu Weihnachten bekommen", sagt Stark über die Päckchen des Nikolauskonvois.

Lkw-Fahrer Peter Eisenkolb: "Da unten haben sie nichts."

Peter Eisenkolb sitzt vor der Abfahrt des Konvois mit einer gelben Warnweste und einer Nikolausmütze in der Fahrerkabine seines Lkw. Eigentlich ist er Fahrlehrer, für den Nikolauskonvoi stellt er auch seinen Fahrschul-Laster zur Verfügung. Von Anfang an ist er beim Projekt dabei. "Das Helfen steht im Vordergrund, das ist der einfachste Grund", sagt Eisenkolb und fügt an: "Bei uns werden Geschenke zurückgeschickt, weil etwas nicht gefällt. Da unten haben sie nichts, und das ist eigentlich der Antrieb."

13-jährige Ina darf Nikolauskonvoi in diesem Jahr begleiten

Obwohl er ein alter Hase ist, ist für Peter Eisenkolb heuer ein besonderes Jahr. Seine 13-jährige Tochter Ina darf zum ersten Mal mitfahren auf die mehrtägige Reise nach Rumänien. In der Schule wurde ihr freigegeben - vorher hat man ihr noch geholfen, Päckchen zu packen.

Einige Minuten vor der Abreise sagt Ina noch: "Ich will damit eigentlich nur bewirken, dass die Kinder dort auch mal etwas Schönes haben." Nicht nur immer nehmen, sondern auch noch was geben, fügt Lkw-Fahrer Andy noch an. Dann hört man die Motoren der Lkw und es geht los auf die 1.400 Kilometer lange Reise des Nikolauskonvois.