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Niedrigzinspolitik: Deutsche sparen so wenig wie noch nie | BR24

© picture-alliance/dpa

Die Konsumlaune trotzt derzeit dem Gegenwind der gesunkenen Einkommenserwartung.

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    Niedrigzinspolitik: Deutsche sparen so wenig wie noch nie

    Deutschlands Verbraucher bleiben in Konsumlaune. Ihre Sparneigung ist wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf ein neues Allzeit-Tief gefallen, wie das Marktforschungsinstitut GfK am Freitag in Nürnberg mitteilte.

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    Die Verbraucher in Deutschland sind in Kauflaune und dürften damit eine Stütze der Konjunktur bleiben. Doch die Angst vor Negativzinsen für Sparer drückt auf die Stimmung. In ihrem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostizieren die Nürnberger Marktforscher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für Januar einen Rückgang um 0,1 Punkte auf 9,6 Zähler.

    Was ihr Einkommen angeht, sind die Deutschen sehr pessimistisch. Der Wert der Einkommenserwartung hat den niedrigsten Wert seit sechs Jahren erreicht. Zwar bewege man sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, die Euphorie der Deutschen sei allerdings verfolgen, so die Marktforscher.

    Verbraucher bleiben in Kauflaune

    Allerdings bleiben die Verbraucher in Kauflaune, betont Marktforscher Rolf Bürkl im BR. Die Deutschen geben ihr Geld gerne aus, auch weil drohende Strafzinsen das Sparen noch unattraktiver machen. Die Konjunkturerwartung schätzen die befragten Verbraucher weiterhin schwierig ein.

    Sparen wenig attraktiv

    Laut GfK sei zu befürchten, dass sich dieser Abwärtstrend auch weiterhin fortsetzen wird. Die Konsumlaune trotzt derzeit dem Gegenwind, der aktuell durch die gesunkene Einkommenserwartung herrsche, resümiert Bürkl. So wenig gespart wie aktuell hätten die Deutschen noch nie. Das Sparen als Alternative zum Konsum sei derzeit wenig attraktiv.