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57.000 Menschen in Unterfranken bekommen nur Niedriglöhne | BR24

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In Unterfranken liegt der Anteil der Niedriglohnempfänger unter dem bundesweiten Wert. Das geht aus einer Statistik der Agentur für Arbeit hervor. Im Landkreis Schweinfurt und in Bad Kissingen sind die meisten Menschen in diesem Sektor beschäftigt.

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57.000 Menschen in Unterfranken bekommen nur Niedriglöhne

In Unterfranken liegt der Anteil der Niedriglohnempfänger unter dem bundesweiten Wert. Das geht aus einer Statistik der Agentur für Arbeit hervor. Im Landkreis Schweinfurt und in Bad Kissingen sind die meisten Menschen in diesem Sektor beschäftigt.

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Die unterfränkische Niedriglohnquote liegt im Jahr 2018 mit 16,7 Prozent unter dem bundesdeutschen Wert. Dieser beträgt laut einer Statistik der Agentur für Arbeit 19,3 Prozent. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aus Würzburg mitteilt, sind rund 59.000 Menschen in Unterfranken im Niedriglohnsektor beschäftigt. Die besten Quoten haben die Stadt Schweinfurt mit 10,7 Prozent und der Landkreis Main-Spessart mit 13,7 Prozent. Gründe für die vergleichsweise niedrige Quote sieht der DGB in der dortigen Industriestruktur.

Hohe Niedriglohnquote im Gastronomiebereich

Die höchste Niedriglohnquote in Unterfranken haben der Landkreis Schweinfurt mit einer Quote von 22,9 Prozent und Bad Kissingen mit 22,1 Prozent. Die hohe Quote in Bad Kissingen hänge damit zusammen, dass in der Kurstadt viele Menschen im Gastronomie-, Tourismus- und Dienstleistungssektor arbeiten. Damit gehe eine schlechtere Bezahlung einher, so der Regionalgeschäftsführer Frank Firsching gegenüber dem BR.

Landkreis Schweinfurt hat die meisten Niedriglohn-Jobs

Die hohe Quote des Landkreises Schweinfurt hänge damit zusammen, dass sich Industriebetriebe eher in Städten ansiedeln. Deshalb sei die Quote der Stadt Schweinfurt eher niedrig und die Quote des Landkreises Schweinfurt eher hoch, so Firsching. Der DGB fordert in der Pressemitteilung, den Niedriglohnsektor zu verkleinern, da Niedriglohn Altersarmut fördere. Deutschlandweit arbeiteten 2018 rund 4,1 Millionen Vollzeitbeschäftigte im Niedriglohnsektor.

Hinweis: In einer vorherigen Version des Artikels war davon die Rede, dass 340.000 Unterfranken im Niedriglohnsektor beschäftigt sind. Diese Information war falsch. Der DGB Geschäftsstelle Unterfranken ist ein Berechnungsfehler unterlaufen. Die Zahl ist inzwischen korrigiert.