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Niederbayern sind Heimweh-Spitzenreiter | BR24

© pa/dpa

Heim nach Niederbayern! Ein Viertel aller Auswanderer kommt wieder zurück.

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    Niederbayern sind Heimweh-Spitzenreiter

    Nirgendwo in Deutschland leiden die Menschen so sehr unter Heimweh wie aus den niederbayerischen Landkreisen Passau und Straubing-Bogen. Das geht aus einer Analyse des Leibniz-Instituts für Länderkunde hervor.

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    Ein Viertel der Erwerbstätigen aus den Kreisen Passau und Straubing-Bogen, die zwischen 1999 und 2012 abgewandert sind, kehrten bis 2014 wieder zurück. Mit dieser Rückkehrquote stehen die beiden niederbayerischen Landkreise der Analyse zufolge bundesweit in den Top drei (PA: 26,1%, SR-BOG 25,6%). Übertroffen werden sie nur vom thüringischen Landkreis Eichsfeld. Die geringste Rückkehrquote bundesweit hat der Landkreis Freising mit 14,8 Prozent.

    Tirschenreuth führt bei den jungen Heimkehrern

    Die Rückkehrquote ist regional sehr unterschiedlich, die Zeitspanne zwischen Abwanderung und Rückkehr stellt sich dagegen recht homogen dar: Sie liegt in allen Kreisen bei drei bis vier Jahren. Und: Viele Junge zieht es aufs Land zurück. In den oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth etwa ziehen zweieinhalb Mal so viele Jüngere wie Ältere zurück.

    Die Städte haben eine geringere Rückkehrquote als ländliche Gebiete. Auch in das Umfeld von wirtschaftsstarken westdeutschen Städten kehren verhältnismäßig wenige Erwerbspersonen zurück. Besonders deutlich wird das im Großraum München und im Rhein-Main-Gebiet. Die Gründe lassen sich aus den Daten nicht ableiten.

    Männer kehren häufiger zurück

    Die Studie ergab jedoch, dass die Rückkehrer mehrheitlich Männer sind - und in ländlichen Regionen gibt es tendenziell eher männerdominierte Arbeitsplätze. Warum eher Männer zurückkehren? Auch dazu haben die Verfasser eine These: Männer gehen nach der Abwanderung in den Zuwanderungsregionen seltener stabile Paarbeziehungen ein.