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Hinweis auf Coronatest - Aufkleber am Boden (Symbolbild)

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Niederbayern mit höchsten Corona-Zahlen in Bayern

Nur noch zwei Landkreise in Bayern liegen derzeit unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Laut Robert Koch-Institut weist im Freistaat der Landkreis Dingolfing-Landau den höchsten Wert auf. Für sechs Kreise wird eine Inzidenz von über 300 gemeldet.

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Von
  • BR24 Redaktion

Den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert in Bayern weist seit dem Wochenende Niederbayern auf. Mit einer Inzidenz von 228 löst der Regierungsbezirk nun Oberfranken als Hotspot-Region ab.

Dingolfing-Landau mit bayernweit höchster Inzidenz

Bayernweit am stärksten von Corona betroffen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 der Landkreis Dingolfing-Landau. Dort werden laut Landratsamt ab Dienstag die Maßnahmen verschärft. Die Ausgangssperre beginnt dann um 21 Uhr, Sport- und Spielplätze werden geschlossen.

Dem niederbayerischen Landkreis folgt der Kreis Kronach mit 349. Im Landkreis Haßberge war der Anstieg in den vergangenen Tagen enorm: Am Samstag lag der Inzidenzwert bei 262, heute bei 344. Für Mühldorf am Inn meldet das RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 327 – in dem Landkreis sollen weiter Maßnahmen ergriffen werden, da der Wert nun schon länger über 300 liegt. Sechs Kreise liegen insgesamt bayernweit derzeit über dem Wert von 300. Neben den bereits genannten sind das die Stadt Hof (314) und der Landkreis Hof (308).

Nur zwei Landkreise unter Inzidenz 100

Ganze 31 Kreise melden Sieben-Tage-Inzidenzen zwischen 200 und 300. Über 100, aber unter 200 liegen derzeit 56 Kreise. Lediglich zwei liegen laut RKI derzeit unter 100: der oberfränkische Landkreis Forchheim (95) und der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth (68).

Grafik: Die aktuelle Inzidenz in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis

Schwaben am Wochenende mit stark gestiegenen Zahlen

In einigen schwäbischen Landkreisen sowie in den Städten Kaufbeuren und Kempten war die 7-Tage-Inzidenz von Samstag auf Sonntag deutlich gestiegen. Diese Tendenz hat sich aktuell nicht fortgesetzt. Die Werte stagnieren beziehungsweise sind dort leicht gesunken, in Kempten sogar deutlich. Allerdings muss man bedenken, dass die am Montag gemeldeten Fallzahlen meist niedriger sind.

Laut RKI hatte sich die Inzidenz in Kempten um 43 auf 327 am Sonntag erhöht – Stand Montag liegt sie aber wieder deutlich tiefer: bei 289. Den kräftigsten Anstieg unter den schwäbischen Landkreisen hatte der Landkreis Donau-Ries gemeldet. Dort lag die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag bei 283, das waren etwa 63 mehr als am Vortag. Hier zeigen die Zahlen nun wenig Veränderung: 282 am Montag.

In Kaufbeuren (261), im Landkreis Ostallgäu (240) und in der Stadt Augsburg (273) liegen die Werte heute leicht unter denen vom Vortag, bleiben aber auf einem hohen Niveau.

Landkreis Tirschenreuth wieder deutlich unter 100

Die Zahlen im Landkreis Tirschenreuth haben sich sehr erfreulich entwickelt (68). Der einstige Corona-Hotspot hat derzeit den niedrigsten Inzidenzwert im Freistaat. Deswegen können die Schulen ab dieser Woche auch wieder öffnen, außerdem gelten weitere Lockerungen.

Bayerns Schüler überwiegend im Distanzunterricht

Etwa 70 Prozent der bayerischen Schüler lernen in dieser Woche per Distanzunterricht, weil die Inzidenzzahl auch am Stichtag, dem vergangenen Freitag, in fast allen Kommunen über 100 lag. Die Kinder und Jugendlichen, die im Wechselunterricht sind, müssen mindestens zwei mal pro Woche einen Corona-Selbsttest machen.

© BR / Florian Haas
Bildrechte: picture alliance/dpa | Guido Kirchner

70 Prozent der bayerischen Schüler werden in dieser Woche keine Schule von innen sehen.

Bayernweite 7-Tage-Inzidenz steigt kontinuierlich

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner steigt in Bayern weiter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt sie bei 187,3 (Stand 19.4., 03:09 Uhr). Am Sonntag war der Wert mit 185,4 angegeben worden. In den letzten 24 Stunden wurden dem RKI 2.151 Corona-Neuinfektionen im Freistaat gemeldet, und es gab 13 weitere Covid-19-Todesfälle.

Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 165,3. Den höchsten Wert verzeichnet der thüringische Landkreis Sonneberg mit 433,1.

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