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Niederbayerisches Bündnis gegen Gewalt an Rettungskräften | BR24

© BR/Sarah Beham

Das niederbayerische Aktionsbündnis "Lass retten", das gegen Gewalt gegen Rettungskräfte kämpft, will zum ersten Mal in den direkten Dialog mit Bürgern treten. Ziel ist es, auch Menschen anzutreffen und anzusprechen, die die das Ehrenamt behindern.

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Niederbayerisches Bündnis gegen Gewalt an Rettungskräften

Gewalt gegen Rettungskräfte nimmt zu. Das niederbayerische Aktionsbündnis "Lass retten" ist nun in den direkten Dialog mit den Bürgern getreten - auch mit Menschen, die den Rettern gegenüber teilweise aggressiv auftreten.

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Das niederbayerische Aktionsbündnis "Lass retten", das gegen Gewalt gegen Rettungskräfte kämpft, ist zum ersten Mal in den direkten Dialog mit Bürgern treten. Ziel war es, auch Menschen anzutreffen und anzusprechen, die das Ehrenamt behindern.

Ansprechpartner mit Uniform vor Ort

Mit dabei sind: die Gewerkschaften der Polizei, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter, die Malteser und das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen. Mit Infoständen wollte das Bündnis das Thema "Gewalt gegen Rettungskräfte" den Bürgern näherbringen und nachfragen: Was ist Ihre Meinung dazu?

"Wir wollen Statements einholen und wir werden uns auch das Klientel aussuchen, das unsere "Kundschaft" bei dem Thema Gewalt gegen Rettungskräfte ist. Ob sie mit uns in einen Dialog treten? Wir bieten es ihnen zumindest an" , Andreas Holzhausen, Gründer des Bündnisses

Höchstbelastete Dienststelle: Polizei Landshut

Vor knapp einem Jahr hat es in Straubing eine Auftaktveranstaltung zum Aktionsbündnis gegeben - hierzu kamen aber nur Ehrenamtler. Andreas Holzhausen will das jetzt ändern und geht aktiv auf die Bürger zu. Alleine die Gewalttaten gegen Polizeibeamte in Niederbayern stiegen von 2017 bis 2018 um knapp zehn Prozent von 598 Fälle auf 656. Die höchstbelastete Dienststelle ist Landshut mit 187 Fällen. Wie es von den Gewerkschaften der Polizei heißt, ist jeder achte Polizeibeamte in Niederbayern Opfer von Gewalt.

Neue Arbeitsgruppe entsteht im Innenministerium

Die Bayerische Staatsregierung nimmt das Aktionsbündnis an und wird eine Arbeitsgruppe hierfür im Innenministerium gründen, wie Holzhausen dem BR bestätigt hat. Das typische "Respektmännchen" samt Logo des Bündnisses wird somit in ganz Bayern als Zeichen für Respekt vor dem Ehrenamt etabliert. Jetzt gibt es eine erste Infoveranstaltung zur neuen Arbeitsgruppe im Ministerium, die spätestens im März mit ihrer Arbeit beginnen soll, so Holzhausen. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe: Die Marke des Bündnisses überall bekannt machen, um so auch einen Wechsel in der Gesellschaft für mehr Respekt gegenüber Rettungskräften anstoßen zu können.

Weitere Aktionen des Aktionsbündnisses können laut Holzhausen Besuche in Schulen sein - hier müsse angefangen werden, um Werte und den Respekt vor dem Ehrenamt zu vermitteln.

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