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Niederbayerische Bäder erarbeiten Plan zur Wiedereröffnung | BR24

© pa/dpa/Marijan Murat

Symbolbild Therme

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    Niederbayerische Bäder erarbeiten Plan zur Wiedereröffnung

    Mit jedem Tag, der vergeht, werden die Verluste größer. Die Kurorte in Niederbayern haben jetzt einen Plan erarbeitet, wie die Thermen möglichst schnell wieder öffnen können. Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem einen Verzicht auf Dampfbäder vor.

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    Die Kurorte in Niederbayern haben einen Plan zur Wiedereröffnung ihrer Thermen erarbeitet. Der in Bad Griesbach (Lkr. Passau) erstellte Maßnahmen-Katalog sieht vor allem Hygiene-Maßnahmen in den Kurbädern vor. Das Ziel ist, möglichst bald ein "Go" von Seiten der Staatsregierung zu bekommen. Tatsächlich kommen aus München erste positive Signale.

    Verzicht auf Dampfbäder und "Schwanenhälse"

    Den Plan sieht gleich eine Reihe von Hygienemaßnahmen vor, unter anderem Mindestabstände im Eingangs- und Kabinenbereich, Zutritt nur ab 16 Jahren, eine Begrenzung der Zeitdauer der Eintritte und Sonderregeln für die Saunabereiche. Auch technische Maßnahmen sind vorgesehen. Zum Beispiel laufen Strömungskanäle nur auf niedrigster Stufe, Bodensprudler oder so genannte "Schwanenhälse" sind nicht in Betrieb. Auf Dampfbäder und Infrarotkabinen wird ganz verzichtet. Die Eintrittspreise sollen nicht angehoben werden.

    Positive Signale aus München

    Der Plan wird als nächstes mit den Gesundheitsämtern abgestimmt. Ziel sei die Erlaubnis zur Wiedereröffnung von der Staatsregierung. Bad Griesbachs Bürgermeister Jürgen Fundke (ÜW) im BR-Interview: "Wir müssen unsere Bäder möglichst bald aufmachen dürfen, sonst bricht hier ein ganzer Wirtschaftszweig zusammen. Leidtragende sind vor allem die vielen Hotels." Aus München kommen indes erste positive Signale. CSU-Landtagsabgeordneter Walter Taubeneder sagte dem BR: "Bei der Kabinettssitzung am Dienstag sind die Kur- und Heilbäder explizit erwähnt worden. Ich bin überzeugt, dass da etwas in der nächsten Zeit passiert. Die Bäder in Österreich machen auch wieder auf. Das ist vielleicht ein Druckmittel, dass es wieder schneller voran geht."

    In Niederbayern hängen insgesamt 20.000 Arbeitsplätze vom Betrieb der Heilbäder ab. Jährlich gibt es hier knapp fünf Millionen Übernachtungen.

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