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"Nicht nur auf Starvirologen hören": Aiwanger fordert Öffnungen | BR24

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Am 1. März dürfen Friseure wieder öffnen, doch für Einzelhändler fehlt immer noch eine Perspektive. Viele bangen deshalb um ihre Existenz. Wann kann es für sie weitergehen? Wirtschaftsminister Aiwanger steht Rede und Antwort.

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"Nicht nur auf Starvirologen hören": Aiwanger fordert Öffnungen

Um Ostern müssten Handel, Gastronomie und Hotellerie geöffnet werden, so Wirtschaftsminister Aiwanger. Man müsse auch die sozialen Bedürfnisse und wirtschaftlichen Schäden sehen und dürfe nicht nur auf die "Starvirologen in ihren Laboren" hören.

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Von
  • BR24 Redaktion

Viele Einzelhändler und Gastronomen bangen um ihre Existenz. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stellte sich am Dienstagnachmittag in einem BR24Live ihrer Kritik.

Er könne ihre Ängste durchaus nachvollziehen, so Aiwanger, der sich deutlich für eine Öffnung von Handel, Gastronomie und Hotellerie Richtung Ostern ausspricht: "Wir können nicht für immer schließen, und die Menschen bleiben ja auch nicht brav zuhause im Bett, wenn alles zu ist, sondern infizieren sich dann eben daheim."

Aiwanger macht Hoffnung auf Ostern im Biergarten

Aiwanger plädiert für eine Abwägung zwischen Virologie, Wirtschaft und auch Psychologie - man dürfe nicht immer nur auf die "Starvirologen in ihren Labors" hören, die Maßnahmen bis hin zu "Zero Covid" diskutierten, während die Betriebe Pleite gingen. Da es FFP2-Masken, Abstand und Hygienemaßnahmen gebe, sehe er nicht, warum die Menschen nicht gegen Ostern wieder ihre Maß Bier und ihre Brotzeit im Biergarten genießen könnten.

Denn entweder gingen die Zahlen weiter herunter oder sie bewegten sich seitwärts - und auch dann könne man zumindest die Gastronomie im Freien öffnen, statt weiter Milliardenschäden zu verursachen, um sie dann spät und unzureichend auszugleichen.

"Man hätte sich Milliardenverluste ersparen können"

Die Menschen müssten so schnell wie möglich wieder ihr eigenes Geld verdienen dürfen. Aber hier säßen die Virologen in Berlin am längeren Hebel, sagte Aiwanger. Er persönlich sehe etwa keinen Grund, warum man mit FFP2-Maske bei einem Inzidenzwert zwischen 35 und 50 nicht überall einkaufen könne. Mit FFP2-Maske sei das durchaus machbar, da hätte man sich Milliarden sparen können.

Aiwanger verteidigt Prüfverfahren bei Corona-Hilfen

Die Verfahren zur Auszahlung von Corona-Hilfen für die Wirtschaft verteidigte Aiwanger erneut: Die Hilfen kämen durchaus bei den notleidenden Betrieben an. So seien inzwischen 80 Prozent der Novemberhilfen ausbezahlt, bei der Dezemberhilfe seien es 60 Prozent. Allerdings könne das Geld nicht ohne genauere Prüfung weitergegeben werden. Und auch wenn es schnell gehen müsse, müsse es auch sauber gehen, damit es funktioniert und das dauere eben. Hier gehe es teilweise um Summen in Millionenhöhe, für deren Bewilligung ein Wirtschaftsprüfer oder ein Steuerberater eingeschaltet werden müssten.

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