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"Nicht mit meiner Oma": Weil immer mehr ältere Menschen Opfer dieser Betrugsmasche werden, startet die Augsburger Polizei eine Kampagne..

"Nicht mit meiner Oma": Weil immer mehr ältere Menschen Opfer dieser Betrugsmasche werden, startet die Augsburger Polizei eine Kampagne..

Bildrechte: BR / Barbara Leinfelder
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Nicht mit meiner Oma: Kampagne gegen Telefonbetrug

Schülerinnen und Schüler als Botschafter im Kampf gegen Telefonbetrug: Weil immer mehr ältere Menschen Betrugsopfer werden, setzt die Augsburger Polizei jetzt auf die jüngere Generation - unter dem Motto "Nicht mit meiner Oma, nicht mit meinem Opa".

Von
Barbara LeinfelderBarbara Leinfelder
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Um ältere Bürgerinnen und Bürger vor Betrügern zu schützen, startet die Augsburger Polizei eine neue Info-Kampagne. Unter dem Hashtag #NMMO (Nicht mit meiner Oma, nicht mit meinem Opa) wurde die Kampagne heute vorgestellt. Im Fokus steht dabei die Generation der Enkel, die ihre Großeltern über mögliche Betrugsmaschen aufklären und so davor schützen soll.

40.000 Postkarten und Flyer

„Das ist ein ganz neuer Ansatz“, sagt der nordschwäbische Polizeipräsident Martin Wilhelm. 40.000 Postkarten und Flyer wurden dazu bedruckt, mit Tipps, wie man bei Anrufen und Geldforderungen von Fremden reagieren sollte. Die Schüler sollen die Karten mit zu den Großeltern nehmen und das Thema mit ihnen besprechen. Dadurch erhoffe man, die ältere Generation noch besser für die perfiden Methoden der Telefonbetrüger zu sensibilisieren. +

Betrüger erbeuten hohe Summen

Denn nach wie vor würden diese zum Teil sehr hohe Summen erbeuten - manchmal mehr als 100.000 Euro, so Mario Huber, der leitende Kriminaldirektor des Präsidiums. Die Masche ist einfach: Die Betrüger setzen die Betroffenen erst mit Unfallnachrichten beispielsweise unter Schock und halten sie dann stundenlang in der Telefonleitung – bis ein Komplize kommt und Geld und Wertgegenstände abholt. „So lange Geld zu verdienen ist, werden die Täter nie damit aufhören“, so Huber.

Vielseitige Prävention notwendig

Umso wichtiger sei es, auch von mehreren Seiten her die Prävention aufzubauen, in diesem Fall eben über die Enkel. Spitzensportler wie der Augsburger Olympiakanute Sideris Tasiadis und Boxweltmeisterin Tina Rupprecht sowie der FC Augsburg und die Augsburger Panther unterstützten die Aktion, ebenso das Rote Kreuz.

Eigener Videoclip mit der Augsburger Puppenkiste

Die Augsburger Puppenkiste hat dazu einen eigenen Videoclip kreiert, in dem der Polizist Dimpflmoser die Großmutter davor bewahrt, ihre Kaffeemühle einem Telefonbetrüger zu überlassen. Flyer und Postkarten können über die Homepage des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord bestellt werden.

Zusammen mit der Puppenkiste wirbt die Augsburger Polizei für ihre Präventionskampagne.

Bildrechte: Polizeipräsidium Schwaben Nord, Augsburger Puppenkiste

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