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© NGG/Kurt Haberl
Bildrechte: NGG/Kurt Haberl

Teilnehmer der Protestaktion mit einem Transparent

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    NGG ruft zum Warnstreik am Schlachthof Vilshofen auf

    Rund 100 Beschäftigte des Vion Schlachthofes Vilshofen haben am frühen Donnerstagmorgen die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte zu dieser Maßnahme aufgerufen um für einen höheren Mindestlohn zu kämpfen.

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    Von
    • Kathrin Unverdorben
    • BR24 Redaktion

    Im Tarifstreit in der Fleischindustrie ist es in Niederbayern zu einem weiteren Warnstreik gekommen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Schlachthofmitarbeitenden bei Vion in Vilshofen im Kreis Passau aufgefordert, in den frühen Morgenstunden in den Ausstand zu treten.

    Rege Teilnahme

    Wie Kurt Haberl von der NGG auf BR-Anfrage mitteilt, war die Aktion ein großer Erfolg. Rund 100 Mitarbeiter des Schlachthofes haben daran teilgenommen. Der Betrieb im Schlachthof wurde zum Erliegen gebracht. Grund des Arbeitskampfes ist die gescheiterte dritte Tarifrunde in der Fleischindustrie. Das Angebot der Arbeitgeber sei "meilenweit" von der Forderung der Gewerkschaft entfernt, so Haberl. Die NGG will einen dreistufigen Mindestlohn durchsetzen, der bei 12.50 Euro beginnt. Die Arbeitgeber bieten hingegen 10.50 Euro an und eine stufenweise Erhöhung auf 12 Euro bis Ende 2023.

    Weitere Streik-Aktionen geplant

    Laut NGG sind weitere Aktionen geplant - auch an niederbayerischen Schlachthöfen. Am Schlachthof Vion im oberbayerischen Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf legten bereits am Mittwochmorgen rund 80 Mitarbeitende für drei Stunden die Arbeit nieder.

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